KWS Rapsmarkt vom 18. Juni 2019

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Hat der Wettermarkt ausgedient?

Die gestrigen US-Crop-Ratings und Berichte über die Aussaatfortschritte bei Mais und Bohne waren noch schlechter für die Kursentwicklung erwartet worden. Dennoch ging es heute in Chicago rückwärts. Hat man sich angesichts der Entwicklungen auf dem Rest des Globis doch etwas zu sehr aus dem Fenster gelehnt? Ja, die USA sind der weltgrößte Mais- und Sojaanbauer. Wenn der Anbau dort nicht richtig funktioniert, dann ist das schon eine Hausnummer für den Weltmarkt. Auf der anderen Seite sieht es in Südamerika hervorragend aus, und ein großer Teil der (möglichen) US-Ernteausfälle kann schon jetzt von der Südhalbkugel ausgeglichen werden. Das müssen auch die Börsianer in Chicago zur Kenntnis nehmen.

Die vielversprechende Kurslücke nach oben, mit der man die neue Woche begann, war wohl doch etwas zu mutig. Jedenfalls geht es heute erst einmal nur mit einer Seitwärtsbewegung weiter. Auch an der Matif kann sich unsere Ölsaat nur mit Mühe halten. Der Widerstand bei 372 €/t, den es jetzt zu durchbrechen gilt, ist nur mit einem dicken Bohrer zu durchstoßen, sprich mit einer eindeutigen Nachricht. Das ist aber erst einmal nicht in Sicht.

Unser Kassamarkt hat die alte Ernte hinter sich gelassen. Neuerntig werden zwar wieder etwas bessere Preise aufgerufen, die Abgabebereitschaft ist aber noch sehr überschaubar.

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Diese Informationen sind sorgfältig erarbeitet. Eine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit wird jedoch ausgeschlossen. Informationen zusammengestellt von Dipl. Ing. agr. Katja Bickert.

Katja Bickert
Dipl. Ing. agr. Katja Bickert
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