KWS Rapsmarkt vom 9. April 2019

internationale_oelsaatenpreise_4_april_9.png

USDA-Bericht ohne Überraschungen

Ohne neue Nachrichten und ohne Überraschungen durch den USDA-Bericht geht es in Chicago heute fast unverändert weiter. Matif-Raps verliert trotz hoher Rohölkurse nach seinem Hoch aus der letzten Woche wieder an Boden. Die Aussichten für den Raps bleiben eher bescheiden. Die Ukraine kann laut dem US-Agrarattaché 3 Mio. t exportieren (Vj: 2,4 Mio. t). Der Raps wird wohl weitgehend in die EU gehen, auch wenn China wegen der Auslistung kanadischer Rapssaat verstärkt Raps sucht. Aber die Ukraine und China haben noch kein phytosanitäres Abkommen für Raps, so dass der Weg (wenigstens noch) versperrt ist. Wenn der Preis für kanadischen Raps weiter fällt, wird er auch für deutsche Ölmühlen interessant. 500.000 t gehen bereits jedes Jahr nach Spanien und Portugal. Ab etwa 30 €/t Differenz lohnt es sich auch für Ölmühlen in den Seehäfen wie Hamburg oder Rostock kanadische Saat zu schlagen, das Öl in den Biodiesel zu stecken und das Schrot wieder zu exportieren. Damit sitzt trotz der geringen Anbaufläche (auch Frankreich hat 18,5 % weniger Fläche) dem Rapspreis ein Deckel auf.

Kontakt

Diese Informationen sind sorgfältig erarbeitet. Eine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit wird jedoch ausgeschlossen. Informationen zusammengestellt von Dipl. Ing. agr. Katja Bickert.

Katja Bickert
Dipl. Ing. agr. Katja Bickert
www.bruchenbruecken-agrar.de
E-Mail senden
KONTAKT