Marktkommentar Roggen - März 2020

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Ruhe bewahren

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Bekanntlich ist Panik ein schlechter Ratgeber. Aktien-, Finanz- und Rohstoffmärkte blieben durch die Corona-Krise auch in der dritten Märzwoche stark unter Druck. Seit Anfang März verloren der Dow Jones und der DAX ca.30 % und der Rohölkurs halbierte seinen Wert. Die Agrarmärkte folgten zu Beginn der Krise den Vorgaben der globalen Wirtschaftsentwicklung.

An den beiden „Black Mondays“ am 9. und 16. März gaben die Kurse weltweit kräftig nach. In Paris lag das Kurstief beim Mairaps bei 332 €/t und beim Mahlweizen bei 175 €/t. In Chicago betrug das Kurstief für Weizen 183 $/t, für Mais 133 $/t und für die Sojabohne 305 $/t. Weltweit flattern in der Agrarwirtschaft die Nerven. Dem Gefühl von „Nichts geht mehr“ folgte im Laufe der dritten Märzwoche wieder ein Hoffnungsschimmer. Es setzte ein JoJo-Effekt ein. In Paris erholte sich der Weizenpreis wieder auf 191 €/t und in den USA auf 200 $/t. Dieses Auf und Ab bekamen auch die Landwirte im "Rye Belt" (Roggenanbaugürtel) zu spüren. Die Handelspartner bewegten sich zwischen Schockstarre und Gelassenheit. In der folgenden Analyse werden die Auswirkung der Geschehnisse rund um das Corona-Virus auf den Getreide- und den Roggenanbau erläutert.

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