Marktkommentar Roggen - April 2020

Roggen-im-April.jpg

Im Spannungsfeld zwischen
Angebot und Nachfrage

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Im Rye Belt hat es vielerorts im April nicht geregnet. In einigen Regionen fiel der letzte Niederschlag bereits Mitte März. Die ersten wenigen Niederschläge, die jetzt fallen, bringen kaum Entspannung. Besonders auf den sandigen Standorten hat der fehlende Regen zu Trockenschäden geführt. Damit sind insbesondere die Roggenanbaugebiete von der Trockenheit betroffen. In den deutschen Beregnungsgebieten laufen die Regenmaschinen bereits im Getreide und Raps.

Aufgrund der begrenzten Wasserrechte sollten die Beregnungsmaschinen nur in den Kartoffeln und Zuckerrüben bzw. im Gemüsebau eingesetzt werden. Die Landwirte laufen Gefahr, bei einer anhaltenden Trockenheit ihre Maschinen im Sommer während der Hauptwachstumsperiode der Kartoffeln abschalten zu müssen. Neben dem Blick Richtung Himmel schauen die Marktbeteiligten in diesen Tagen besonders zum Energiemarkt. Der rückläufige Absatz der Kraftstoffe Benzin und Diesel wirkt sich direkt auf die Biokraftstoffe und letztendlich auf den Getreidemarkt aus. Während in den USA Mais der wichtigste Rohstoff für Ethanol ist, ist es in den deutschen Werken in Schwedt und Zörbig Roggen aus Deutschland und Polen.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der aktuellen Marktfaktoren auf die Preisbildung im Rye Belt analysiert.

Kontakt

Diese Informationen sind sorgfältig erarbeitet. Eine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit wird jedoch ausgeschlossen. Informationen zusammengestellt von Dr. Reimer Mohr.

Reimer Mohr
Prof. Dr. Reimer Mohr
unabhängiger Unternehmensberater
E-Mail senden
KONTAKT