Marktkommentar Roggen - August 2020

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Viele Fragezeichen am Getreidemarkt

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Bei Getreide setzte mit dem Beginn der Haupternte auf der Nordhalbkugel der jährlich wiederkehrende Preisdruck ein. Es drängt viel Ware auf den Markt. Insbesondere verkaufen landwirtschaftliche Unternehmen mit hohem Liquiditätsbedarf und fehlendem Lager ihr Getreide aus der Ernte heraus. Parallel werden viele Lieferkontrakte aus dem Frühjahr ex Ernte angeliefert und Richtung Verarbeitungsstätten und Exporthäfen bzw. Bahnverladung transportiert. Damit ist die Logistikkette vom LKW über Bahnwaggon und Binnenschiffe ausgelastet. Die Folge ist ein zunehmender Marktdruck im Rye Belt. Weiterhin wird der Markt durch die Schwäche des US-Dollars belastet. Die große Unbekannte ist derzeit die Wetterentwicklung in den Maisanbaugebieten auf der Nordhalbkugel und in den Weizenanbaugebieten auf der Südhalbkugel. Die aktuelle Preisentwicklung ist insbesondere am europäischen Roggenmarkt zu spüren. Im Folgenden werden die preisbeeinflussenden Marktfaktoren auf den Getreide- und Roggenpreis analysiert.


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