Marktkommentar Roggen - Februar 2021

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Roggen kann Weizen nicht folgen

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Die Hausse an den weltweiten Börsen setzte sich auch im Februar fort. Im Preisanstieg wechselte die Börse mehrfach die Richtung. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs für den Märzweizen in Chicago um 13 $/t auf 239 $/t und für den Märzmais um 31 $/t auf 213 $/t. Im Februar bewegten sich die US-Kurse insgesamt seitwärts. In Paris kletterte der Weizen im Januar um 15 €/t zunächst auf 227 €/t und in den ersten drei Februarwochen um 12 €/t auf 239 €/t. Kurzfristig wurde sogar die Marke von 240 €/t überschritten. Der Mais in Paris verzeichnete seit Jahresbeginn ein Plus von 25 €/t. Mit einem Schlusskurs von 228 €/t notiert er 11 €/t unterhalb des Weizenkurses.

Das Plus der Börsen spiegelt sich auch in den Seehäfen im Rye Belt wider. In den Schwarzmeerhäfen wird mittlerweile für Brotweizen 236 €/t und für Mais 218 €/t gezahlt. In den französischen Atlantikhäfen liegt der Preis für Weizen bei 239 €/t und für bei Mais 227 €/t. Für den Weizen sind dies 40 €/t mehr als vor Jahresfrist und für Mais 50 €/t. Dieser hohe Preisanstieg hat sich nicht auf den Roggenmarkt im Rye Belt übertragen.

Die Roggenpreise hinken sehr stark hinter dem allgemeinen Trend am Getreidemarkt her. Dies könnte sich in den kommenden Wochen ändern. Im Folgenden werden die Gründe für einen möglichen Preisanstieg diskutiert.

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