Marktkommentar Roggen - Januar 2021

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Roggenmarkt: Sprunghafter Anstieg im Westen

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Nach dem Dornröschenschlaf der vergangenen Monate sind die Marktteilnehmer im westlichen Rye Belt aufgewacht. Die Preise sind in den westdeutschen Verbrauchszentren seit Dezember um 15 bis 20 €/t gestiegen. Franko Hamburg und franko westdeutscher Roggenmühle überschritten die Roggenpreise die Marke von 190 €/t. Am Niederrhein wurden Preise für Brotroggen von 200 €/t genannt. Sie folgen damit zeitversetzt und abgeschwächt den Vorgaben der internationalen Getreidemärkte. Dort zeigen die Kurse seit Wochen einen klaren Aufwärtstrend. In Chicago und Paris sprechen Marktbeobachter von einer Kursexplosion. Die Kurse haben ein neues 5-Jahreshoch erreicht. Die Notierungen haben damit das Kursniveau des Dürrejahres 2018 überschritten. In Chicago stieg der Kurs für den eingelagerten Weizen um 18 $/t auf 248 $/t, für Mais um 25 $/t auf 209 $/t und für die Sojabohne um 46 $/t auf 520 $/t. Die Kurse der Pariser Börse folgten mit einem Plus von 25 €/t. Das Kurshoch in Paris lag am 19. Januar 2021 für Weizen bei 240 €/t und für Mais bei 222 €/t. Dem starken Anstieg folgte in den kommenden Tagen eine Konsolidierung mit Rückgängen von 13 bis 17 €/t.

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