Marktkommentar Roggen - Oktober 2020

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Roggen am Ende der Warteschleife

Kommentar von Prof. Dr. Reimer Mohr - unabhängiger Unternehmensberater der Hanse-Agro GmbH

Die Hausse an den internationalen Getreidemärkten setzte sich in der ersten Oktoberhälfte fort. In der ersten Oktoberwoche durchbrach der Kurs für den Dezemberweizen an der Euronext in Paris die Marke von 200 €/t. Der Aufwärtstrend war bis zum Ende der zweiten Oktoberdekade ungebrochen und der Weizenkurs stieg auf über 210 €/t. Dies sind 30 €/t oberhalb des Kurstiefs in der Weizenernte und der höchste Kurs seit August 2018. In den USA wurde mit 230 US-$/t (196 €/t) sogar fast das Sechs-Jahreshoch erreicht. Auch der Kurs für den Novembermais ist in Paris seit Monatsbeginn um mehr als 15 €/t auf 186 €/t Ende der zweiten Oktoberwoche gestiegen. Der Roggenmarkt im Rye Belt war wochenlang unbeeindruckt von der Preisentwicklung von Weizen und Mais. Dem Erntedruck folgte im September und den ersten Oktobertagen eine Seitwärtsbewegung. Dies scheint sich langsam zu ändern. Von der Schwarzmeerküste bis zum Atlantik zeigt die Preisentwicklung leicht nach oben. Im Folgenden werden die Faktoren des Preisanstieges bei Getreide sowie deren Auswirkung auf die Vermarktung diskutiert.

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