Seed2FEED - Mais
Unsere KWS EnergyBOOST-Sorten haben die Qualität im Fokus und erreichen diese sowohl durch hohe Stärkegehalte als auch durch eine sehr gute Faserverdaulichkeit (NDFd).
Die wichtigste Grundvoraussetzung für hohe Leistungen bei Milchkühen ist eine auf das Verdauungssystem abgestimmte Fütterung von Energie-, Protein- und Strukturfuttermitteln.
Dabei spielt die Energieversorgung vor allem bei hochleistenden Tieren eine zentrale Rolle für die Gesunderhaltung und die Milchleistung. Diese Energiebereitstellung erfolgt über die Kohlenhydrate Zucker, Stärke und die leicht verdaulichen Faserbestandteile.
Maissilage bietet eine doppelte Energiequelle: Stärke und Faser.
Die Qualität von Maissilagen wird maßgeblich von den beiden Inhaltsstoffen Stärke und Faser bestimmt, denn die beiden Fraktionen bilden bei gut entwickelten Silomaisbeständen im optimalen Erntezeitfenster (30 bis 35 % Trockensubstanz (TS)) etwa 70 % der Maispflanze.
Stärke und Faser unterscheiden sich in ihrer Verdaulichkeit, dem Verdauungsort und der Geschwindigkeit der Energieverfügbarkeit. Da die Futteraufnahmekapazität der Kuh begrenzt ist, spielen diese Unterschiede in der Verdaulichkeit der Energiequellen mit steigendem Leistungsniveau eine zunehmend wichtige Rolle.
Stärke hat die Besonderheit, dass sie sowohl im Pansen als auch im Dünndarm verdaut werden kann und somit an zwei Orten zur Energieversorgung beiträgt.
Ist sie erst im Dünndarm verfügbar, wird sie beständige Stärke, bypass Stärke oder Durchflussstärke genannt. Diese wird im Dünndarm über körpereigene Enzyme direkt zu Glucose abgebaut und steht der Kuh als schnelle Energiequelle zur Verfügung. Dieser Weg der Energiegewinnung ist sehr effizient für die Kuh. Die Aufnahme von beständiger bzw. bypass Stärke ist jedoch auf maximal 1,5 kg beständige Stärke pro Kuh und Tag begrenzt.
Neben der Beständigkeit unterscheiden sich stärkehaltige Futtermittel auch in der Abbaubarkeit und -geschwindigkeit. Diese sind von verschiedenen Faktoren abhängig:
- Genetik (Zahnmais/Hartmais)
- Struktur der Stärke (Mais vs. Getreide)
- Silierdauer
- Verarbeitungsform (z.B. Vermahlungsgrad)
- Trockensubstanz (feucht vs. getrocknet)
Stärke aus Maissilagen wird vornehmlich im Pansen verstoffwechselt und bietet im Vergleich zu Getreidestärke den Vorteil, dass sie im Pansen eine mittlere Abbaugeschwindigkeit hat und somit der Pansenstoffwechsel stabil bleibt. Getreidestärke wird deutlich schneller abgebaut und führt zu höheren pH-Wertschwankungen, die den Pansen belasten können.
Faserbestandteile wie Hemizellulose und Zellulose werden hauptsächlich im
Pansen verdaut. Ihre Verdaulichkeit beeinflusst die Verweildauer im Pansen und
damit die Futteraufnahme.
Eine hohe Faserverdaulichkeit verbessert die Energieversorgung der Tiere und unterstützt zugleich die Wiederkäuergerechtigkeit der Ration. Die Maispflanze besteht je nach Sortentyp zu 40 bis 60 % aus der Restpflanze. Für die Energieversorgung ist die Qualität daher von entscheidender Bedeutung. Ein wichtiger Qualitätsparameter ist die Verdaulichkeit der Faserbestandteile (NDFd). Sie ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig.
Was beeinflusst die Faserverdaulichkeit und worauf sollte ich achten?
Sorte
Wählen Sie eine standortangepasste Sorte mit hoher NDFd und harmonischer Abreife! Umweltstabilere Sorten verfügen über eine konstante NDF-Verdaulichkeit.
Erntetermin
Ernten Sie den Mais rechtzeitig! Eine frühe Ernte bringt eine erhöhte Faserverdaulichkeit mit sich. Mit fortschreitender Abreife steigt der Ligningehalt.
Standort
Entscheiden Sie sich für Sorten, die Standorteinflüssen gegenüber robuster sind!
Jahr
Beachten Sie Witterungseffekte, z.B. Frühreife wegen Trockenheit! Physiologisch jüngeres Erntematerial hat eine erhöhte Faserverdaulichkeit.
Faserverdaulichkeit – der Schlüssel für hohe Futteraufnahmen
Die Verdaulichkeit der Faser ist deutlich niedriger als die Verdaulichkeit von Maisstärke und variiert zudem stark. Sie liegt in einem Bereich zwischen 40 bis 70 % nach 30 h im Pansen (NDFd 30 h).
Eine Maissilage mit einer hohen Verdaulichkeit nach 30 Stunden liefert einen höheren Energiewert für die Kuh. Sie stellt in diesem Zeitraum mehr Nährstoffe bereit und verlässt den Pansen schneller - „macht also Platz“ für neues Futter. Eine Maissilage mit hoher NDFd steigert die Futteraufnahme, da sie die Verweildauer im Pansen verkürzt. Langsam abbaubare bzw. unverdauliche Fasern hingegen verweilen länger im Pansen und limitieren damit die Futteraufnahme.
KWS EnergyBOOST
Maissorten für mehr Qualität & Ertrag im Silo
Unsere KWS EnergyBOOST-Sorten haben die Qualität im Fokus und erreichen diese sowohl durch hohe Stärkegehalte als auch durch eine sehr gute Faserverdaulichkeit. KWS EnergyBOOST-Sorten sind die erste Wahl für die Milchproduktion.
#mehrMilchausFaser
Faserverdaulichkeit – Ein Parameter für die Maissortenwahl?
Bezüglich der Sortenwahl stehen für Milchviehbetriebe neben den agronomischen Eigenschaften auch die Qualitätsparameter wie ein hoher Energieertrag und eine hohe Energiedichte sowie ein hoher Anteil gut verdaulicher Stärke im Vordergrund.
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