Seed2FEED - Roggen
Durch geringe Standortansprüche und niedrige Produktionskosten in Kombination mit einem hohen Ertragspotenzial empfiehlt sich der Hybridroggen zum einen für die klassische Fütterung und zum anderen für den Anbau als GPS-Getreide.
Häufig sind Konzepte in der Schweinefütterung in erster Linie auf Basis von Weizen, Triticale und Mais konzipiert. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der verstärkte Einsatz von Roggen in der Ration verschiedene positive Effekte mit sich bringen kann.
Mehr Tierwohl durch Roggenfütterung
Neben dem Beitrag zum Tierwohl bietet der Einsatz von Roggen im Schweinefutter noch weitere Vorteile wie einen hohen Energiegehalt. Die Produktsicherheit wird durch eine geringe Fusariumanfälligkeit (DON, ZEA) erhöht. Darüber hinaus weist Roggen ein lysinreiches Aminosäurenmuster auf. Im Vergleich zu anderen Getreidearten hat er die höchste korneigene Phytaseaktivität und kann darüber bei Flüssigfütterung mehr korneigenen Phosphor zur Verfügung stellen (weniger P-Supplementierung ist erforderlich und entlastet dadurch die Umwelt).
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Mit Hilfe von wissenschaftlichen Fütterungsprojekten wie „6-R“ oder „Rye-SaFe“ konnten Vorurteile ausgeräumt und vor allem deutliche Vorzüge des Roggens in der Schweinefütterung herausgestellt werden. Diese durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Projekte konnten den Roggeneinsatz in der Fütterung vom Ferkel bis zur Sau in ein neues Licht rücken.
Verbesserte Mutterkornabwehr durch PollenPLUS®
Züchtungsmethoden ermöglichten eine Steigerung des Pollenschüttungsvermögen. Mit Hilfe dieser „PollenPLUS®“-Technologie konnte das Mutterkornrisiko beim Hybridroggen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Eine weitere Reduktion ist ein ständiges Zuchtziel der KWS. Ergänzend zur Genetik kann auch ein entsprechendes Feldmanagement, wie zum Beispiel ausreichend breite Fahrgassen und eine von Pflanzenschutzmaßnahmen ungestörte Blüte das Mutterkornrisiko reduzieren.
Roggen mit geringem CO2-Fußabdruck
Der immer lauter werdende Ruf nach mehr Nachhaltigkeit und Reduktion des CO2-Ausstoßes macht auch vor der Tierproduktion keinen Halt. Auch hier kann Hybridroggen punkten: Aufgrund des geringen Dünge- und Wasserbedarfs bei gleichzeitig sehr guten Erträgen hat Hybridroggen einen um ca. 20 % geringeren Fußabdruck hinsichtlich der CO2-Äquivalente verglichen mit Weizen. Dies spiegelt sich auch in einem geringeren CO2-Äq.-Emissionwert pro kg Futter bzw. folglich je kg Schlachtkörper wider.
Hybridroggen
Roggen für Fütterung und GPS-Getreide
Untersuchungen zeigen, dass der Einsatz von hohen Roggenanteilen verschiedene positive Effekte mit sich bringt. Erfahren Sie hier mehr über den Einsatz von Roggen in der modernen Schweinefütterung!
Roggen in der Fütterung
Auch für viele Biogasanlagenbetreiber ist Roggen mittlerweile ein fester Bestandteil in der Fruchtfolge.
GPS-Roggen
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Handbuch Rinderfütterung
Gutes Futter beginnt beim Saatgut.
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