• Zwischenfrucht-Mischungen von KWS
    Gemeinsame Agrarpolitik, Greening, Förderprogramme

Erfüllung der Anforderungen der GAP-Reform - Bereitstellung der ökologischen Vorrangflächen mit Zwischenfrucht-Mischungen:

Ab einer Brutto-Ackerfläche* von 15 ha müssen landwirtschaftliche Betriebe 5 % ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche bereitstellen, wenn sie nicht erhebliche Einschnitte bei den Direktzahlungen hinnehmen wollen.

Für die Erfüllung der ökologischen Vorrangflächen werden Gewichtungs- und Umrechnungsfaktoren angewendet. Bei Zwischenfrucht-Mischungen liegt der Gewichtungsfaktor bei 0,3.

Folgende Aspekte sind wichtig:

Die Anforderungen

  • Die Zwischenfrucht-Mischung muss aus mindestens zwei Arten, die in Anlage 3 der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung genannt werden, bestehen.
  • Der Samenanteil von 60 % in der Mischung darf von keiner Art überschritten werden, um die Greening-Fähigkeit zu gewährleisten.
  • Gräser werden hierbei nicht unterschieden und als eine Art definiert.

Der Anbau

  • Die Aussaat muss vom 16. Juli bis 01. Oktober erfolgen.
  • Pflanzenschutzmittel, Klärschlamm und mineralische Dünger sind in diesem Fall beim Zwischenfruchtanbau untersagt.
  • Organische Dünger hingegen können unter Berücksichtigung der Düngeverordnung ausgebracht werden.

Bearbeitung der Flächen

  • Das Walzen, Häckseln oder Schlegeln beziehungsweise die Beweidung mit Schafen oder Ziegen ist auf den Flächen erlaubt.
  • Der Zwischenfruchtaufwuchs muss bis einschließlich 15. Februar des folgenden Jahres auf der Fläche verbleiben.
  • Die Bundesländer haben über eine Rechtsverordnung die Möglichkeit, diese Frist vom 15. Februar auf frühestens den 15. Januar vorzuziehen.**

Hier eine Beispiel-Rechnung für Sie:

Sie besitzen 100 ha Ackerland
5 % ökologische Vorrangfläche entspricht 5 ha
5 ha/Gewichtungsfaktor Zwischenfruchtmenge 0,3
= 16,67 ha Zwischenfrucht-Mischung
zur Erfüllung der ökologischen Vorrangfläche

Greeningfähig

Alle unsere KWS Fit4NEXT Zwischenfrucht-Mischungen sind greeningfähig.
Als Nachweis für die Einhaltung der Greening-Auflagen benötigen Sie lediglich das Etikett und die entsprechende Rechnung.

Greening

Etabliert hat sich der Anbau von Zwischenfrucht-Mischungen zur Erfüllung des Anteils von ökologischen Vorrangflächen in konventionell wirtschaftenden Betrieben.

Dazu ist Folgendes zu beachten:

Die Anforderungen

  • Mischung aus mindestens 2 zugelassenen Arten mit je < 60 % Samenanteil

Der Anbau

  • Aussaat zwischen dem 16. Juli und 1. Oktober
    (bis zum 20. Oktober min. 40 % Bodenbedeckungsgrad)
  • Organische Düngung möglich (siehe Düngeverordnung)
  • Kein chemischer Pflanzenschutz nach Getreideernte bis zum 15. Februar

Bearbeitung der Flächen

  • Beweidung mit Schafen und Ziegen möglich, generelle Nutzung erst nach dem 15. Februar möglich
  • Bodenbearbeitung erst nach dem 15. Februar. Vorher ist nur walzen oder mulchen möglich, falls der Bestand blüht.

Förderprogramme

Es haben sich in den letzten Jahren bundesweit mit regionalen Anpassungen sehr viele Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) entwickelt.

Die Mischung KWS Fit4NEXT VIELFALT deckt z. B. Maßnahmen wie das Honigflächenprogramm auf Brachflächen im Zuge des Greenings***, in einigen Bundesländern die Blühstreifenprogramme sowie in Baden-Württemberg zusammen mit der Mischung KWS Fit4NEXT RAPS N-MAX FAKT E 1.2 und F 1 ab.

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* Von den Auflagen zur ökologischen Vorrangfläche können Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen freigestellt werden.
** Einige Angaben in diesem Absatz beziehen sich auf die deutsche Direktzahlungen-Durchführungsverordnung (Stand 03.11.2014) und können in anderen Ländern abweichen.
*** Nach Gruppe A aus der Verordnung zur Durchführung der Direktzahlungen, Teil 5.

Alle Angaben sind aktuellen gesetzlichen Vorschriften entnommen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Stand 03/2022.