KWS eröffnet neues Segment in der Rapszüchtung

Einbeck, 11.10.2021

Mit Sorten, die deutlich weniger anfällig gegenüber dem Rapserdfloh sind, eröffnet KWS nach Einschätzung des renommierten französischen Forschungsinstituts Terres Inovia ein neues Segment in der Rapszüchtung. Unabhängige Studien des Instituts bestätigten dies erstmals im Juni 2020 für die Rapssorte Feliciano KWS. Allesandro KWS ist jetzt eine weitere Sorte im KWS Portfolio, bei der in Untersuchungen ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Genetik und einem geringen Larvenbefall festgestellt wurde. Allesandro KWS wird zur nächsten Anbausaison in Deutschland vertrieben.

Durch den Fraß der Erdflohlarven ist der Haupttrieb nicht weiter gewachsen.

Durch den Fraß der Erdflohlarven ist der Haupttrieb nicht weiter gewachsen.

Der Rapserdfloh ist europaweit einer der Hauptschädlinge im Rapsanbau. Ein Befall kann zu erheblichen Ertragseinbußen bis hin zum Komplettausfall der gesamten Flächen führen. Durch das Verbot neonikotinoider Saatgutbeizen in den Ländern der EU und zunehmende Beschränkungen beim Einsatz von Insektiziden ist davon auszugehen, dass die Schäden durch den Rapserdfloh in Zukunft zunehmen werden. Die Züchtung starker und gesunder Sorten, deren exzellente Genetik sie vor dem Befall auf natürliche Weise schützt, ist daher von entscheidender Bedeutung, um einen profitablen und nachhaltigen Rapsanbau in Europa zu sichern.

Umfangreiche KWS Untersuchungen bestätigen Allesandro KWS diese exzellente Genetik. „Wir haben die Anzahl der Larven in den Pflanzen mit und ohne Insektizideinsatz überprüft und unsere Sorten mit den großen europäischen Wettbewerbssorten verglichen“, sagt Andreas Krull, Produktmanager für Raps bei KWS. „Die Ergebnisse für Allesandro KWS sind ausgezeichnet.“ Allesandro KWS bewegt sich grundsätzlich auf dem gleichen Niveau wie Feliciano KWS. Bei Untersuchungen ohne den Einsatz von Insektiziden war die Anzahl der Larven bei Wettbewerbssorten teilweise doppelt so hoch wie bei den beiden KWS Sorten. Mit Einsatz von Insektiziden reduziert sich die Anzahl der Larven bei Feliciano KWS und Allesandro KWS nochmals und liegt deutlich unter dem Niveau der Wettbewerbssorten. Andreas Krull: „Interessant ist, dass unsere KWS Sorten ohne Insektizide so viele Erdflohlarven hatten wie die Wettbewerbssorten mit Insektizid.“ Das bedeutet, dass die KWS Sorten Schadschwellen gar nicht oder erst später erreichen. Die Schadschwellen zeigen an, ab wann eine Bekämpfung mit Insektiziden notwendig ist. „Mit KWS Sorten können Insektizide eingespart werden – ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltigere Landwirtschaft und natürlich auch aus Kostengesichtspunkten interessant für Landwirte“, so Krull.

Die jüngsten Züchtungserfolge im Raps zahlen deutlich auf die KWS Nachhaltigkeitsinitiative 2030 ein, mit der sich das Unternehmen ambitionierte und messbare Ziele setzt, um Lösungen für eine nachhaltige und sozial verantwortungsvolle Landwirtschaft zu liefern. Die moderne Pflanzenzüchtung nimmt eine Schlüsselrolle ein, denn sie trägt entscheidend zur Minimierung des Ressourceneinsatzes und zu einer kontinuierlichen Ertragssteigerung bei. Innovative Rapssorten wie Feliciano KWS und Allesandro KWS liefern hierfür greifbare Beispiele.

Nachhaltigkeit beginnt mit dem Saatgut: Erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsinitiative 2030 unter www.kws.de/nachhaltigkeit

Über KWS*
KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Mehr als 5.700 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro. Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps-, Sonnenblumen- und Gemüsesaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 200 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

* Alle Angaben ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS LLC, AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

Weitere Informationen: www.kws.de.
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Weitere Informationen zu Allesandro KWS finden Sie hier

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Andreas Krull
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