KWS Wintergerste mit Gelbverzwergungsvirus-Resistenz

Einbeck, 25.03.2022

Die neu zugelassenen KWS Getreidesorten bieten mit starken Resistenzen und ausgezeichneter Pflanzengesundheit das Potenzial, chemischen Pflanzenschutz zu reduzieren. Damit wird züchterischer Fortschritt eindrucksvoll sichtbar.

KWS Wintergerste mit Gelbverzwergungsvirus-Resistenz

Mehrzeilige gesunde KWS Wintergerste

Einen großen Fortschritt erzielten die Züchter mit der mehrzeiligen Wintergerstensorte KWS EXQUIS, die resistent gegen das Gersten-Gelbverzwergungsvirus ist. „Die bisherigen resistenten Sorten fielen im Ertrag bei Nicht-Befall stark ab“, berichtet Henning Hansen, Produktmanager für Weizen und Gerste bei KWS. „Mit KWS EXQUIS ist es uns gelungen, eine resistente Sorte zu entwickeln, die hohe Erträge liefert, und zwar unabhängig davon, ob eine Infektion mit dem Virus stattgefunden hat oder nicht. Mit KWS EXQUIS ist der Landwirt also immer auf der sicheren Seite.“ Das Gersten-Gelbverzwergungsvirus ist inzwischen auch in Deutschland auf dem Vormarsch, wie ein bundesweites KWS Virusmonitoring vom letzten Jahr bestätigt. Henning Hansen: „In Frankreich ist die Problematik aufgrund des milderen Klimas bereits seit längerer Zeit bekannt, klimatische Veränderungen führen jetzt dazu, dass das Virus auch in Deutschland zunehmend Fuß fasst.“ KWS EXQUIS ist eine klassische KWS Wintergerste. Sie vereint starke Kornerträge mit einer exzellenten Blattgesundheit und sehr guten Kornqualitäten.

Mit KWS TARDIS wurde außerdem die ertragsstärkste zweizeilige Winterfuttergerste zugelassen. Die Sorte stellt eine sehr gute Alternative zu den langjährig im Markt befindlichen Sorten dar. Neben dem Hochertrag zeichnen KWS TARDIS die sehr gute Standfestigkeit und das hohe Hektolitergewicht aus.

Winterweizen KWS MITCHUM

Der European Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie geben klare Ziele für eine nachhaltigere Landwirtschaft vor. Unter anderem soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bis spätestens 2030 deutlich reduziert werden. Mit dem neuzugelassenen Winterweizen KWS MITCHUM bietet KWS dem Landwirt bereits heute eine Sorte, die es erlaubt, den Fungizideinsatz deutlich zu reduzieren. Der ausgezeichnete Rohproteingehalt (Note 6) kombiniert mit der Höchstnote 9 in der Fallzahl macht KWS MITCHUM zu einem starken A-Weizen, der die zukünftig geforderte Vermarktungsqualität erreicht.

Hybridroggen KWS TUTOR

Vor dem Hintergrund, dass zur Ernte 2024 die Mutterkornhöchstwerte im Erntegut EU-weit herabgesetzt werden, setzt KWS bereits heute mit dem Hybridroggen KWS TUTOR neue Maßstäbe in der Mutterkornresistenz. „Mit unserer PollenPLUS®-Technologie haben wir die Pollenschüttung bei KWS TUTOR stark erhöht. Damit minimieren wir das Risiko einer Mutterkorninfektion deutlich“, sagt KWS Produktmanagerin für Hybridroggen Sabrina Heldt. Die Sorte unterstreicht die führende Stellung von KWS in der Hybridroggenzüchtung.

Über KWS*

KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Etwa 6.000 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2020/2021 einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. Euro. Seit 165 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Gemüse-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 250 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

* Alle Angaben ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS LLC., AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

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