Neues digitales Tool von KWS bestimmt die optimale Aussaatstärke von Mais

Neues digitales Tool von KWS bestimmt die optimale Aussaatstärke von Mais

Das neue digitale Tool „Teilflächenspezifische Aussaat“ von KWS legt die optimale Aussaatstärke von Mais, abgestimmt auf die jeweiligen Bodenverhältnisse, fest. Satellitenbilder liefern objektive Daten, die KWS mit langjährigen Erfahrungswerten und sortenspezifischem Know-how kombiniert. Denn nicht jede Sorte reagiert identisch auf Änderungen in der Aussaatstärke.

Wie gut Nutzpflanzen wachsen, hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem hat die Bodenbeschaffenheit großen Einfluss auf die spätere Ertragsstärke. Ist der Boden beispielsweise in der Lage, Wasser zu speichern und an Pflanzen abzugeben, ist er humusreich, tiefgründig und feucht oder eher trocken? Wenn ein Boden optimale Eigenschaften besitzt, kann er viele Pflanzen ernähren, in der Folge können mehr Maiskörner pro Quadratmeter ausgesät werden. Sind die Voraussetzungen nicht so gut, ist eine geringere Aussaatstärke empfehlenswert, um auch für diese Flächen den bestmöglichen Ertrag zu sichern. „Mit unserem digitalen Tool können Einzelkornsämaschinen so programmiert werden, dass sie bei optimalen Bodenverhältnissen eine höhere Aussaatstärke wählen und diese bei weniger gutem Boden dann anpassen“, sagt Fabian Böke, der die digitalen Tools für den Maisanbau bei KWS verantwortet. „Das, was unser System aber einzigartig macht, ist, dass wir die objektiven Daten durch Erfahrungswerte und eigenes Sorten Know-how anreichern.“

Das Satellitensystem Sentinel-2 der Europäischen Weltraumorganisation liefert kontinuierlich hochauflösende Bilder. Auf Basis dieser Satellitendaten lassen sich Ertragszonen pro Feldfläche ermitteln und damit auch die Aussaatstärke abhängig von Feldfrucht und Bodenart kalkulieren. „Der hohe Automatisierungsgrad erlaubt es tatsächlich, Ertragszonen schnell und präzise und unabhängig von der Feldfrucht zu berechnen. Der Landwirt markiert dafür einfach seine Feldfläche in unserem myKWS Portal und wenig später sieht er das Ergebnis in Form einer Ertragszonenkarte auf seinem Bildschirm“, sagt Böke. In diese Ertragszonenkarte fließt jedoch zusätzlich die spezielle KWS Expertise ein: Als Züchtungsunternehmen mit einem breiten Sorten Know-how besitzt KWS viele Daten darüber, wie eine spezielle Sorte auf Änderungen in der Bestandesdichte reagiert. Auch dieses Know-how wird in das digitale Tool eingespeist. Ebenso kann der Landwirt eigene Erfahrungswerte einbringen, da alle Karten einfach bearbeitet werden können. Böke: „Wenn der Landwirt sein Wissen über die Fläche ergänzt, wird das Ganze noch individueller und genau das ist unser Ziel: Aussaatempfehlungen, die maßgeschneidert sind für den jeweiligen Nutzer. Ich denke, dass uns das mit unserem digitalen Tool „Teilflächenspezifische Aussaat“ bestens gelungen ist.“ Derzeit befindet sich das Tool in Deutschland in der offiziellen Pilotphase. Als Teil des Online-Portals myKWS können sich Landwirte über die teilflächenspezifische Aussaat informieren, der KWS Außendienst berät dazu individuell.

Digital die optimale Aussaatstärke von Mais bestimmen

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