Umfrage zum SAT TS-Monitoring System: Eigene Erfahrungen und persönliche Betreuung sind wichtig

Umfrage zum SAT TS-Monitoring System: Eigene Erfahrungen und persönliche Betreuung sind wichtig

Seit 2018 bietet KWS das digitale Tool SAT TS-Monitoring an. Das System erkennt den Trockensubstanzgehalt von Silomaispflanzen mithilfe von Satellitenbildern und gibt Empfehlungen für den bestmöglichen Erntezeitpunkt ab. Mittlerweile nutzen immer mehr Landwirte in Deutschland das System, die eingetragenen Flächen haben sich in der letzten Saison verdoppelt. In einer Umfrage hat KWS ein erstes Feedback von Nutzern gesammelt.

„Mehr als 1.400 Betriebe in Deutschland, vorwiegend aus Nordwest- und Ostdeutschland, haben an unserer Umfrage teilgenommen. Durch ihre Antworten haben sie uns einige interessante Einblicke gegeben“, erklärt Fabian Böke als Projektleiter bei KWS. Rund 72 Prozent der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden mit SAT TS-Monitoring – das ist erst einmal eine positive Resonanz. Viele dieser zufriedenen Landwirte nutzten das System jedoch schon seit mehr als einer Ernteperiode und wurden intensiv durch den KWS Außendienst betreut. Das lässt darauf schließen, dass die Erfahrung der Landwirte mit dem System, ihre Sicherheit im Umgang mit den Daten und Empfehlungen, eine wichtige Rolle spielen. Dazu passen auch Rückmeldungen von KWS Außendienstmitarbeitern: Das Feedback mancher Landwirte direkt nach der Ernte war teilweise durchwachsen. Das System wurde aber deutlich besser bewertet, wenn es mehrmals genutzt wurde oder sogar schon im Winter, wenn die Ergebnisse der Silagebeprobung vorlagen und diese sich mit den Empfehlungen des Systems deckten. „Die Umfrage zeigt, wie wichtig eine gute Betreuung durch unseren Außendienst ist und wie wichtig persönliche Erfahrungswerte der Landwirte im Umgang mit den Daten sind“, sagt Böke. Aber natürlich wird auch kontinuierlich an einer Verbesserung des Systems gearbeitet. Seit dieser Saison läuft ein optimiertes Referenzsystem. Konkret bedeutet das: Der Abgleich zwischen der Wahrheit am Boden und dem, was der Satellit zeigt, wurde verbessert. Dazu sind die Daten von über 250 Standorten für die Einordnung einer Referenzsorte einbezogen worden, diese Sorten wurden dann nochmals bestimmten Klimaregionen zugeordnet. Intuitiver gestaltet wurde zudem die Bedienung des Systems, darüber hinaus ist das gesamte KWS Mais-Sortenportfolio jetzt in SAT TS-Monitoring integriert. Mehr als 50 Sorten sind in drei Kategorien eingeteilt, letztere geben an, wie genau die Datenlage für eine Sorte bereits ist. „Die neuesten und für den Markt wichtigsten Sorten sind detailliert beprobt und bieten eine gute Genauigkeit“, sagt Böke.

Und so funktioniert SAT TS-Monitoring: SAT TS-Monitoring (Satelliten Trockensubstanz-Monitoring) erkennt mithilfe von Satellitenbildern den Trockensubstanzgehalt von Maispflanzen. 30 bis 35 Prozent sind optimal. Wer unterhalb von 30 Prozent erntet, hat meist zu wenig Stärke im Mais. Geht es über 35 Prozent hinaus, können höhere Verluste bei der Lagerung entstehen. Mit dem bisherigen, klassischen TS-Monitoring wurde der Trockensubstanz-Gehalt von drei zufällig ausgewählten Pflanzen pro Feld analysiert und dann für das gesamte Feld entschieden. Allerdings ist die Streuung groß: Durch Bodenunterschiede sind die Pflanzen an Stellen mit z.B. niedrigem Wasserhaltevermögen oft schneller reif als in der Mitte. SAT TS-Monitoring sorgt mithilfe von Satellitenbildern für ein komplettes Bild, egal, ob das Feld 2 oder 200 Hektar groß ist. Die räumliche Auflösung des bei KWS selbst entwickelten Systems, das auf Satelliten der ESA und NASA zurückgreift, liegt bei einigen Metern. Damit lassen sich einzelne Felder oder nur Teilbereiche davon präzise auswerten.

Die Abreife des Bestandes kann durchgehend kontrolliert werden. Landwirte erhalten eine Empfehlung für den optimalen Erntezeitpunkt direkt auf ihr Handy und können damit den Ertrag und die Qualität der Maissilage deutlich optimieren.

KWS SAT TS-Monitoring

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