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KWS präzisiert Jahresprognose nach erfolgreichem 3. Quartal

Einbeck, 19.05.2020

Geschäft zur Frühjahrsaussaat weitgehend abgeschlossen – Umsatz und EBITDA nach neun Monaten 2019/2020 mit deutlichem Anstieg – Wachstum in allen Produktsegmenten – Umsatz und EBIT-Marge auf Jahressicht nunmehr im oberen Bereich der Prognose erwartet

Die KWS Gruppe (ISIN: DE0007074007) erzielte in den ersten neun Monaten 2019/2020 einen Umsatzanstieg von 18,0 % auf 1.012,5 Mio. €. Das organische Wachstum lag bei 10 %. Das EBITDA verbesserte sich deutlich auf 247,4 (210,6) Mio. €, das EBIT stieg auf 184,3 (173,1) Mio. €. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 4,18 (3,88) €.

Die globalen Geschäftsaktivitäten waren im dritten Quartal von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gekennzeichnet. Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen ist es der KWS Gruppe gelungen, Landwirte rechtzeitig zur Frühjahrsaussaat mit Saatgut zu versorgen.

„Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für KWS oberste Priorität. Wir haben daher bereits frühzeitig an den weltweiten Standorten umfassende Maßnahmen getroffen, die sich an den Empfehlungen und Anordnungen der nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden orientieren bzw. darüber hinausgehen,“ kommentierte Eva Kienle, Finanzvorstand von KWS. “Gleichzeitig haben wir alle wesentlichen Produktions- und Logistikprozesse aufrechterhalten, um die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut in dieser kritischen Phase zu gewährleisten.“

Ungeachtet der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie erzielte die KWS Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 18 % auf 1.012,5 Mio. €. Hierbei wirkte sich im Vergleich zum Vorjahr der frühere Beginn der Aussaat in einigen Regionen positiv aus.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) der KWS Gruppe erhöhte sich um 17,5 % auf 247,4 (210,6) Mio. €. Unter Berücksichtigung nicht-zahlungswirksamer Effekte im Rahmen der Kaufpreisallokation für die Akquisition von Pop Vriend Seeds stieg das EBIT um 6,5 % auf 184,3 (173,1) Mio. €.

Einem deutlich gestiegenen Bruttoergebnis standen höhere Funktionskosten für Forschung & Entwicklung sowie für Vertrieb und Verwaltung gegenüber. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen war deutlich negativ, u.a. aufgrund von Belastungen aus Instrumenten zur Währungssicherung. Gleichzeitig hatten sich im Vorjahr Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an der KWS Potato B.V. sowie aus dem Forderungsmanagement positiv ausgewirkt.

Das Finanzergebnis lag mit 6,0 (9,8) Mio. € unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs beim Zinsergebnis auf –13,2 (–7,3) Mio. €. Das Beteiligungsergebnis der at equity bilanzierten Gesellschaften erhöhte sich auf 19,1 (17,2) Mio. €.

Die Steuern von Einkommen und Ertrag beliefen sich auf –52,3 (–54,8) Mio. €. Daraus ergab sich ein Periodenergebnis in Höhe von 137,9 (128,1) Mio. € bzw. 4,18 (3,88) € je Aktie.

Wesentliche Kennzahlen im Überblick*

in Mio. € 1. - 3. Quartal 2019/2020 1. - 3. Quartal 2018/2019 +/–
Umsatzerlöse 1.012,5 857,7 18,0 %
EBITDA 247,4 210,6 17,5 %
Betriebsergebnis (EBIT) 184,3 173,1 6,5 %
Finanzergebnis 6,0 9,8 -38,8 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 190,2 182,9 4,0 %
Steuern 52,3 54,8 -4,6 %
Periodenergebnis 137,9 128,1 7,7 %
Ergebnis je Aktie (in €) 4,18 3,88 7,7 %

* Ergebnis je Aktie der Vorperiode aufgrund des Aktiensplits (1:5) rechnerisch angepasst

Geschäftsentwicklung nach Segmenten

Das Segment Mais verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg von rund 6 % auf 607,4 (575,4) Mio. €. In Europa profitierte das Geschäft u.a. von einer im Vergleich zum Vorjahr früheren Maisaussaat sowie einer gestiegenen Nachfrage in Frankreich, in der Türkei und in Südosteuropa. In Nordamerika (Joint Venture AgReliant) stiegen die Umsätze durch gutes Wachstum bei Maissaatgut und rückläufiges Geschäft mit Sojabohnensaatgut leicht an. In einem positiven Marktumfeld stiegen in Brasilien und Argentinien die Verkaufsmengen deutlich an, jedoch belasteten gegenläufige Wechselkurseffekte den Umsatz in Euro. In China lag der Umsatz trotz COVID-19 bedingter Einschränkungen des Geschäftsbetriebs auf Vorjahresniveau. Das Segmentergebnis verbesserte sich auf 79,7 (73,9) Mio. €.

Im Segment Zuckerrüben stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 11 % auf 372,4 (335,1) Mio. €. Im Vorjahr führte eine spätere Aussaat in einigen Regionen zu einer Verschiebung von Umsatz und Ertrag in das vierte Quartal. Positiv wirkte sich im Berichtszeitraum die erfolgreiche Markteinführung von CONVISO® SMART, einem innovativen System zur Unkrautkontrolle aus, das mittlerweile in 24 Ländern verfügbar ist. Belastenden Einfluss hatte hingegen eine Verringerung der Zuckerrüben-Anbauflächen in den EU-27-Staaten sowie in Osteuropa. Das Segmentergebnis stieg deutlich auf 156,9 (143,6) Mio. €.

Der Umsatz im Segment Getreide stieg in den ersten neun Monaten um 13,5 % auf 177,3 (156,3) Mio. €. Der Anstieg ist vor allem auf das erfolgreiche Roggensaatgutgeschäft zurückzuführen, das von der relativ stabilen Ertragslage des Hybridroggens in den trockenen Sommerbedingungen in den Kernmärkten sowie guten Rohstoffpreisen profitierte. Roggen ist im Vergleich zu anderen Getreidearten relativ trockentolerant. Das Segmentergebnis verbesserte sich aufgrund höherer Deckungsbeiträge aus dem Roggengeschäft auf 47,4 (42,6) Mio. €.

Das Segment Gemüse, in dem die Geschäftsaktivitäten des zum 1. Juli 2019 erworbenen Gemüsesaatgut-Produzenten Pop Vriend Seeds einbezogen werden, trug mit 65,0 Mio. € erheblich zum Umsatzanstieg der KWS Gruppe in den ersten neun Monaten bei. Das Geschäft profitierte auch im dritten Quartal von der hohen Nachfrage nach Spinatsaatgut in Nordamerika. Darüber hinaus konnte eine zunehmende Dynamik in Europa bei Verkäufen von Spinat- und Bohnensaatgut verzeichnet werden. Das Segmentergebnis (vor akquisitionsbedingten Effekten) erreichte 23,4 Mio. €. Unter Berücksichtigung nicht-zahlungswirksamer Effekte im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Verkauf der- 3 -übernommenen, zum Fair-Value neu bewerteten Vorräte (–8,6 Mio. €) sowie Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände (–16,4 Mio. €) lag das Segmentergebnis bei –1,6 Mio. €.

Die Umsatzerlöse im Segment Corporate beliefen sich auf 3,4 (3,2) Mio. €. Diese werden im Wesentlichen durch die landwirtschaftlichen Betriebe generiert. Da im Segment Corporate sämtliche übergreifende Kosten für die zentralen Funktionen der KWS Gruppe sowie Aufwendungen für die Grundlagenforschung abgebildet werden, fällt das Segmentergebnis regelmäßig negativ aus. Die im Segment konsolidierten Kosten erhöhten sich insbesondere durch einen gestiegenen Personalaufwand im Rahmen des Reorganisationsprojekts GLOBE sowie aufgrund von Belastungen aus Instrumenten zur Währungssicherung. Das Segmentergebnis belief sich auf –81,6 (–67,3) Mio. €. Im Vorjahr hatten sich Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an der KWS Potato B.V. sowie aus dem Forderungsmanagement positiv auf das Segmentergebnis ausgewirkt.

Der Unterschied zur Gesamtergebnisrechnung der KWS Gruppe und der Segmentberichterstattung ergibt sich aus den Anforderungen der Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und ist in der folgenden Überleitungstabelle für die zentralen Größen Umsatz und EBIT zusammengefasst:

Überleitungstabelle

in Mio. €
Segmente Überleitung KWS Gruppe1
Umsatz 1.125,5 -213,0 1.012,5
EBIT 200,8 -16,6 184,3

1 Ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften

Prognose für das Geschäftsjahr 2019/2020 präzisiert

Beim Umsatzanstieg (Prognose: 8 bis 12 %) und bei der EBIT-Marge (11 bis 13 %) erwartet die KWS Gruppe nunmehr den jeweils oberen Bereich der Prognosespanne zu erreichen.

Die Prognose versteht sich exklusive nicht-zahlungswirksamer Effekte im Rahmen der Kaufpreisallokation für die Akquisition von Pop Vriend Seeds. Diese resultieren aus dem Verkauf der übernommenen, zum Fair-Value neu bewerteten Vorräte (erwarteter Effekt im lfd. Geschäftsjahr von rund –10 Mio. €) sowie aus Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände (rund –22 Mio. €). Das EBITDA der KWS Gruppe wird deutlich über dem Vorjahreswert erwartet.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nur geringfügige Auswirkungen auf die Ertragslage der KWS Gruppe haben. Die möglichen Auswirkungen auf das am 1. Juli 2020 beginnende neue Geschäftsjahr 2020/2021 dämpfen jedoch die Wachstumserwartungen der KWS Gruppe.

Ergänzende Informationen

Um 10.00 Uhr MESZ findet eine Telefonkonferenz mit Webcast für Analysten und Investoren in englischer Sprache mit Eva Kienle (CFO) statt. Informationen zu diesem Event stehen unter www.kws.de/ir zur Verfügung.

Über KWS*
KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Mehr als 5.500 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von 150 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps-, Sonnenblumen- und Gemüsesaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr rund 200 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

* Alle Angaben ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS LLC, AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

Weitere Informationen: www.kws.de. Folgen Sie uns auf Twitter®.

Peter Vogt
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Sina Barnkothe-Seekamp
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