Aktuelles zum Roggenanbau

VorsprungPlus Triesdorf, 23.03.2020

VorsprungPlus Triesdorf, 23.03.2020

31.03.2020

Nach den frostigen Nächten in dieser Woche, soll der Frühling in der kommenden Woche bundesweit Einzug nehmen. Der Roggen steht in den Startlöchern und so kann er unterstützt werden.

Düngung

Für die N-Effizienz benötigt der Roggen 30 kg Schwefel (S). Auch in der organischen Düngung ist S enthalten, jedoch kommt dieser oftmals zu spät, so dass auch in diesen Fällen 30 kg S für die N-Effizienz ausgebracht werden sollten.

Die Höhe der N-Gabe ist vom Boden und der Ertragserwartung abhängig. In der Regel kommt Roggen mit einem Gesamt-N von 100 – 160 kg aus. Nur bei einer echten Ertragserwartung von 100 dt/ha sollte eine Düngung mit 180 kg N angestrebt werden. Oftmals sind zwei Gaben ausreichend. Die erste Gabe sollte 50 – 70 % der Gesamt-N-Menge enthalten und schnellstmöglich ausgebracht werden, wenn dies nicht bereits erfolgt ist. Die Ausbringung ist auch bei frostigen Nächten möglich (außer bei Flüssigdüngern). Die zweite N-Gabe sollte etwa drei Wochen nach der ersten Gabe erfolgen, spätestens vor dem Einsetzen der Frühjahrstrockenheit.

Pflanzenschutzmaßnahmen

Bitte tätigen Sie keine Pflanzenschutzanwendungen bei Nachtfrost.

Herbizid

Sollten Sie Ihren Bestand im Herbst mit einem Herbizid behandelt haben, ist jetzt in der Regel kein Herbizideinsatz nötig. Das Auflaufen von Spätkeimern (z.B. Diesteln, Knöterrich-Arten) sollte beobachtet und gegebenenfalls behandelt werden. Eine Mischung aus Fluroxypyr, Florasulam und Clopyralid hat sich vielerorts bewährt.

Bei Beständen, die im Herbst noch nicht mit einem Herbizid behandelt wurden, sollte jetzt auf eine verträgliche und gegen Ungräser und Unkräuter breit wirksame Maßnahme gesetzt werden. Eine Mischung Pyroxsulam + Florasulam hat sich in den letzten Jahren bewährt. Alternativ kann auch auf Pinoxaden + Florasulam zurückgegriffen werden.

Wachstumsregler

Der Einsatz von Wachstumsreglern sollte gezielt erfolgen, da es unbedingt gilt, Lager zu vermeiden. Die erste Anwendung sollte spätestens bei Beginn des Längenwachstums (EC 31 - 33) erfolgen. Hier gilt es die Bestände regelmäßig zu kontrollieren. Eine Nachkürzung sollte in EC 37 erfolgen. Die erste Wachstumsreglermaßnahme sollte um Kupfer, Zink und Mangan zur Vitalisierung ergänzt werden.

Fungizid und Insektizid

Die Fungizidintensität hängt vom Standort ab. Durch den Einsatz einer T1 Maßnahme schützen Sie die unteren, zur Assimilation benötigen Blätter sicher gegen Mehltau, Rost und Halmbruch. Diese Blätter sind größer als das Fahnenblatt und unterstützen die Ertragsbildung. In der T2 Maßnahme sollte auf eine Carboxamid-Azol-Kombination gesetzt werden, um bei hohem Braunrostdruck bis zur Ernte abgesichert zu sein.

In EC 37/39 vermehrt auf Thripse achten.