Abschlussbehandlung im Roggen

Winterroggen

14.05.2020

Der Termin für die Abschlussbehandlung in Ihrem Roggen naht – werfen Sie daher einen Blick in Ihre Roggenbestände!

Die vielerorts gefallenen Niederschläge seit Anfang Mai haben zu einem erfreulichen Durchgrünen der Bestände geführt, sorgen aber in einigen Regionen auch für ein Infektionsrisiko für Krankheiten.

Nachkürzungen mit Ethephon-haltigen Wachstumsreglern sind nur noch bis BBCH 49 möglich. Die meisten Roggenbestände befinden sich jedoch schon im Ährenschieben.

Behalten Sie das Thripse-Aufkommen in Blattscheide und Ähre (Schadschwelle 3 Thripse/Pflanze) im Auge und kontrollieren Sie gleichzeitig die jetzt häufiger auftretenden Getreidehähnchen (orange Eier oder später geschlüpfte schwarze Larven). Sollte die Schadschwelle bei einem der Schädlinge überschritten werden, setzen Sie ein Pyrethroid ein.

Aufgrund des bisher vielfach eher geringen Krankheitsdrucks sind viele Roggenbestände noch nicht mit einem Fungizid behandelt worden. Es empfiehlt sich, in den nächsten Tagen möglichst vor der Blüte, die fungizide Abschlussbehandlung mit einer gut Rost-wirksamen Azol-/Carboxamid-Kombination durchzuführen. Rhynchosporium wird beim Einsatz dieser Präparate miterfasst. Sollten Sie bereits eine Fungizidmaßnahme durchgeführt haben, können Sie den Termin für die Abschlussbehandlung noch etwas hinauszögern, um eine bessere Dauerwirkung zu erreichen. Auf ertragsschwächeren Standorten können sich preiswertere Azolvarianten als sinnvoller erweisen. Bis zum Ende der Milchreife sollte der Roggen gesund erhalten werden, um eine optimale Umlagerung der eingelagerten Nährstoffe von Stängel und Blättern in die Ähre zu erreichen.