Ertragssicherung durch Wachstumsregler

Wachstumsreglermaßnahme

25.03.2019

In diesem Jahr sind aufgrund der milden Temperaturen im Frühjahr die Bestände weiter fortgeschritten als im letzten Jahr. Es ist jetzt an der Zeit die Bestände zu kontrollieren, um nicht den optimalen Einkürzungszeitpunkt zu verpassen. Vielfach gehen seit dem Temperaturanstieg Mitte der Woche die ersten Internodien in die Streckung, somit sollte demnächst eine Wachstumsreglermaßnahme eingeplant werden.

Wie zuletzt die Erfahrungen aus den Jahren 2017 und 2018 gezeigt haben, ist die Wachstumsreglerwirkung sehr stark von der Witterung abhängig. Während 2017 teils nur geringe Wirkungen erzielt werden konnten, wurde der Wachtumsreglereinsatz bei der intensiven Strahlung und den Temperaturen 2018 vielerorts überzogen.

Um die richtige Strategie zu entwickeln, sollten folgende Faktoren beachtet werden:

  • Standort
  • Wasservorrat im Boden
  • Witterung
  • Bestandesdichte
  • Entwicklungsstadium
  • Sorte

Wie sich die einzelnen Faktoren auswirken, ist in der Tabelle dargestellt:

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 2008

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 2008

Im Getreideanbau ist die Stärkung des unteren Halmbereiches durch eine Wachstumsregler-Anwendung zum BBCH 31/32 in der Regel der Grundstein für die Halmstabilisierung. Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände auf ihre Entwicklung. Bei überwachsenen Beständen, anfälligen Sorten und/oder einer Getreidevorfrucht sollten Sie zusätzlich das Halmbruchrisiko durch eine Kombination des Wachstumsreglers mit einem wirksamen Fungizid minimieren.

Für unsere Wintergetreidesorten haben wir Ihnen eine Übersicht zu den Wachstumsreglerbedarfsmengen zusammengestellt. Bitte bei Tankmischungen auf die Verträglichkeit achten. Diese und weitere Angaben zur Bestandesführung unserer Sorten finden Sie auch auf den regionalen Anbauhinweisen für unsere Weizen-, Gersten- und Roggensorten.