Feldstudie Roggen: Weniger Salmonellenbelastung und „Ebergeruch“ bei Mastschweinen

Roggenfeld

12.03.2018

Häufig sind Fütterungskonzepte für Mastschweine in erster Linie auf Weizen, Triticale und Maisbasis konzipiert. Neue Untersuchungen zeigen, dass der Einsatz von hohen Roggenanteilen in der Ration über hohe Ballaststoffgehalte (Fruktane) eine positive Auswirkung auf die Tiergesundheit, das Tierwohl und die Lebensmittelsicherheit hat.
Die genossische Viehvermarktung Walsrode und die KWS haben daher eine Feldstudie zum Roggeneinsatz in der Schweinemast ins Leben gerufen, um die positiven Effekte in der Praxis zu überprüfen. Getestet wurden zunächst 16 Betriebe, insgesamt 27.303 Tiere und 19.187 Eber. Das Fütterungskonzept gab 40 % Roggen in der Endmast III vor.

Die Ergebnisse:

Die Ergebnisse der Praxisstudie richten den Fokus auf die Salmonellenbelastung und den durch Skatol induzierten „Ebergeruch“. Hierbei konnte folgendes festgestellt werden:

  • Reduktion der Salmonellenbelastung um 35 % über alle Betriebe.
  • In 8 von 9 Betrieben nahmen Geruchsabweicher („Ebergeruch“) ab bzw. konnten vermieden werden.
  • Die Leistungsdaten zeigten gute Zunahmen (> 800 g), eine gute Futterverwertung sowie ein gutes Fleisch- und Speckmaß.
  • Die Tierverluste konnten auf 1 % halbiert werden.

Ausblick:

Die Feldstudie läuft noch bis Sommer 2018, um weitere Daten und Betriebe zu erfassen und jahreszeitliche Effekte auszuschließen.

Alle aktuellen Ergebnisse und weitere Informationen zur Feldstudie finden Sie hier.