Roggendüngung: N-Startgabe nicht überziehen

Düngerstreuer

19.02.2019

Aufgrund der geringen Niederschläge im vergangenen Sommer sind die Erträge hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Stickstoff, der im vergangenen Sommer nicht verbraucht wurde, steht zum Teil jetzt noch als Nmin zur Verfügung. Aktuell liegen die Nmin Vorräte bei bis zu 100 kg/ha N. Nicht nur aufgrund der Neuen Düngeverordnung gilt es deshalb in diesem Jahr den Nmin- Gehalt für die Startgabe in der Roggendüngung besonders zu berücksichtigen. Gerade in gut bestockten Beständen ist die Startgabe nach hinten zu verschieben und die N-Menge um den Nmin Gehalt 0-30 cm zu reduzieren. Eine überzogene Startgabe kann das Lagerrisiko erhöhen und eine Mehltauinfektion fördern.

Beispiel N-Startgabe Roggen

In der Tabelle ist dargestellt, wie eine Startgabe in diesem Jahr aussehen könnte.

Beispiel N-Startgabe Roggen

Unbedingt Nmin-Proben ziehen

Die Nmin-Werte haben im Rahmen der Novellierung der Düngeverordnung an Bedeutung gewonnen. Sie wirken sich direkt auf die N-Bilanz Ihres Betriebes aus. Unsere Empfehlung ist es eigene Proben auf Ihrem Betrieb zu ziehen, damit keine höheren Werte in Ihre Bilanz eingehen, als tatsächlich vorhanden sind.

Kristof Stolze
Kristof Stolze
Produktmanager Roggen
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