Preisentwicklung gegen den Trend

Roggenfeld

04.03.2019

Nach einer monatelangen Seitwärtsbewegung am weltweiten Getreidemarkt rutschten die Kurse an den Börsen nach unten. In dieser Situation gilt es erst einmal Ruhe zu bewahren und von Notverkäufen abzusehen. Durch die jüngste Kurserholung an der Börse könnte die Talfahrt am Getreidemarkt bereits ihr Ende gefunden haben. Der Roggenpreis im östlichen "Rye Belt" (Roggenanbaugürtel) ist weiterhin zu niedrig und hat damit noch ein Aufwärtspotenzial, während er im westlichen Rye Belt am oberen Ende des Preisbandes gehandelt wird.

Preisentwicklung gegen den Trend

In der dritten Februardekade fiel der Kurs des Märzweizen in Paris deutlich unter die 200 €-Linie und näherte sich bereits der 190 €-Marke. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer wurde vom Kursrutsch überrascht. An der Börse in Chicago fiel der Märzweizen im gleichen Zeitraum von 192 $/t auf 176 $/t. Leicht zeitversetzt folgten die regionalen Märkte den Vorgaben der Börsen. In den Seehäfen am Schwarzen Meer, am Golf von Mexiko, in der EU-28 und in Argentinien gaben die Preise für Exportware deutlich nach. Die Preise für Futtergerste waren bereits Ende Januar auf Talfahrt gegangen. Erste Landwirte denken bereits über Notverkäufe nach. Mittlerweile hat sich der Kurs an den Börsen wieder leicht stabilisiert. Der Roggenpreis konnte sich im Rye Belt im Gegensatz zu Weizen, Gerste und Mais dem starken Abwärtstrend widersetzen. Regional ist der Roggenpreis sogar noch gestiegen. Im Folgenden werden die Hintergründe für die unterschiedliche Entwicklung am Getreidemarkt analysiert.

Den kompletten Marktbericht von Dr. Reimer Mohr lesen Sie hier.