Roggen: Im Schatten des Weizenmarktes

Roggen

02.05.2019

Durch die knappe Versorgungslage am Roggenmarkt folgte der Roggen nur abgeschwächt dem Abwärtstrend beim Weizen. In der Ukraine zeigt der Preis in Anbetracht des sehr knappen Angebotes sogar nach oben. Auch die zunehmenden Handelsaktivitäten zwischen Russland, der EU-28 und den USA sind ein Hinweis dafür, dass Roggen derzeit gesucht wird. Hinter der erwarteten Entspannung der Versorgunglage mit der Ernte 2019 infolge der Ausdehnung der Aussaatfläche im Rye Belt muss aktuell durch die Trockenheit und die ausgetrockneten Böden ein Fragezeichen gesetzt werden. Insgesamt wird derzeit kaum Roggen für die Ernte 2019 per Liefervertrag verkauft. Landwirtschaft und Handel halten sich in den Verkaufsgesprächen noch zurück. In Anbetracht der hohen Unsicherheiten ist aktuell auch von Vertragsabschlüssen abzuraten. Derzeit zeichnet sich ein weiteres Jahr mit einer angespannten Versorgungslage am Roggenmarkt ab.

Roggen:
Im Schatten des Weizenmarktes

Während zum Frühlingsbeginn die Kurse an den internationalen Getreidemärkten einen leichten Aufwärtstrend zeigten, gaben die Kurse im April wieder nach. In Chicago stieg der Kurs für den Maiweizen in der zweiten Märzhälfte zunächst um 17 US$/t auf 170 $/t und fiel bis Ende April auf 160 $/t. In Paris übersprang der Maikurs kurz die Widerstandslinie von 190 €/t und fiel anschließend wieder auf 184 €/t zurück. Die Verarbeiter im westlichen Rye Belt bewegen sich nach der Dürre des Vorjahres in Teilen Europas zwischen einem knapp versorgten Binnenmarkt und der rückläufigen Nachfrage aus den Exporthäfen. Hinzu kommen die vielversprechenden Meldungen vom Weltmarkt.

Den kompletten Marktbericht von Dr. Reimer Mohr lesen Sie hier.