Ruhe am Roggenmarkt

Roggenfeld

26.10.2018

Durch das sehr knappe Roggenangebot und die niedrigen Roggenvorräte wird Roggen bis zur Ernte 2019 nachgefragt werden. Regional besteht im ersten Halbjahr 2019 durch das fehlende Angebot ein weiteres Aufwärtspotenzial für den Roggenpreis. Dabei ist zu erwarten, dass sich der Preis am Roggenmarkt unabhängig vom Weizenmarkt entwickeln wird. Daher erscheint es ratsam sowohl im östlichen, als auch im westlichen „Rye Belt“ (Roggenanbaugürtel) den Roggen weiterhin einzulagern.

Roggenpreise

Das Preisniveau in Ostdeutschland liegt aktuell zwischen 180 und 190 €/t ab Station und damit nur leicht über dem polnischen Roggenpreis. In Westdeutschland überschreitet der Roggenpreis regional franko Mühle mit 205 bis 212 €/t den Preis für Brotweizen mit 12,5 % Protein, der zwischen 200 und 210 €/t gehandelt wird. Insgesamt zeigen die Roggenpreise auf Höhe des Weizenpreises das sehr knappe Roggenangebot. Etwas unverständlich ist dagegen das niedrige Preisniveau von 175 €/t in Österreich. Sollte die Preisdifferenz zu den bayerischen Mühlen im Laufe des Winters weiterhin 25 bis 30 €/t betragen, wäre ein Warenabfluss Richtung Deutschland zu erwarten. Das dänische Preisniveau für Roggen entspricht mit 1.485 DKK/t (200 €/t) den Preisen im Norden Deutschlands.

Den kompletten Marktbericht von Dr. Reimer Mohr lesen Sie hier.