Weltweit mehr Roggen

Roggen

06.08.2019

Nach den ersten Ernteergebnissen zeichnet sich trotz der Hitzewellen im Juni und Juli in Europa eine durchschnittliche Getreideernte ab. Allerdings sind die Erträge sehr heterogen. An einigen Standorten fehlte am Ende das Wasser. Das fehlende Wasser im Unterboden infolge der ausgeprägten Dürre im Vorjahr war regional besonders im westlichen "Rye Belt" (Roggenanbaugürtel) ertragsbegrenzend.

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium, USDA, senkte die weltweite Weizenproduktion für das Vermarktungsjahr 2019/20 gegenüber dem Vormonat um 9,3 Mio. t auf 639 Mio. t. In dieser Analyse werden die Zahlen ohne die chinesische Versorgungsbilanz vorgestellt, die die Weltbilanz überlagert. Die diesjährige Produktion soll um 40 Mio. t höher als im Dürrejahr 2018 und 12 Mio. t höher als im Vermarktungsjahr 2017/18 ausfallen. Trotz des prognostizierten Anstieges des Verbrauchs auf 632 Mio. t und eines Handelsbilanzdefizits mit China in Höhe von 2 Mio. t sollen die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio. t auf 140 Mio. t ansteigen. Allerdings liegt die aktuelle Prognose 8 Mio. t unterhalb der Junischätzung. Abzüglich eines Produktionsanstiegs in Indien um knapp 3 Mio. t lässt sich von einer nahezu ausgeglichenen Weizenbilanz für 2019/20 ausgehen. Durch die reichlichen US-Vorräte in Höhe von 29 Mio. t zum 30. Juni 2019 soll die Welt im Vermarktungsjahr 2019/20 gut versorgt sein.

Den kompletten Marktbericht von Dr. Reimer Mohr lesen Sie hier.