• Gebeiztes Getreide
    Saatgutbehandlung im Getreide

Der richtige Beizschutz für das Saatgut

Mit der Aussaat stellt sich neben der Sortenwahl auch die Frage nach dem optimalen Schutz für das Saatgut. Die Saatgutbehandlung dient zur Desinfektion des Korns sowie zum präventiven Schutz vor bodenbürtigen Pathogenen. Die übliche Methode ist die chemische Beizung.

Chemische Saatgutbehandlung

Für jede Getreideart stehen verschiedene Wirkstoffe und Produkte zur Verfügung, die aber zum Teil starke Unterschiede in ihrer Wirksamkeit aufweisen.

  • Zum Ausdrucken: Wirkungsspektren zugelassener chemischer Beizmittel bei Gerste

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  • Zum Ausdrucken: Wirkungsspektren zugelassener chemischer Beizmittel bei Weizen

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  • Zum Ausdrucken: Wirkungsspektren zugelassener chemischer Beizmittel bei Roggen und Triticale

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Sie sollten bei der Wahl der Beize auf eine Grundabsicherung gegenüber einigen Pathogenen Wert legen. Besonders gilt das für Krankheiten, die über spätere Pflanzenschutzmaßnahmen nicht kontrolliert werden können. Dazu zählen insbesondere die Brandkrankheiten, Schneeschimmel und Fusarium spp. Bei der Gerste sollten Sie gezielt auf den Schutz gegen die Streifenkrankheit achten. Bei Stoppelweizen und Frühsaaten kann der Einsatz einer Beize mit Wirkung gegen die Schwarzbeinigkeit sinnvoll sein. Zu unterscheiden ist bei den Präparaten zwischen einer zugelassenen Wirkung und einer Nebenwirkung.

Grundsätzlich gilt:

Eine zugelassene Wirkung bietet die größte Sicherheit zum Schutz des Saatkorns. Auch hier gibt es Ausnahmen, die in einer Resistenzbildung gegenüber bestimmten Wirkstoffen oder der Unterschreitung der zugelassenen Aufwandmengen begründet sein können. Die Nebenwirkung ist bei den meisten Produkten nur schwer einschätzbar. Sie reicht von „werden mit erfasst“ bis zu „Infektionsdruck wird reduziert“. Neben dem Wirkstoff gilt es die zugelassene Aufwandmenge zu beachten. Der Wirkungsgrad und das Wirkungsspektrum können bei reduzierter Aufwandmenge entsprechend abnehmen.

Elektronische Saatgutbehandlung

Neben einer chemischen ist auch eine elektronische Saatgutbehandlung möglich. Die Energie der Elektronen wird so dosiert, dass sie nur geringfügig in das Saatgut eindringen können. Somit werden die auf der Oberfläche und in der Samenschale haftenden Erreger von samenbürtigen Krankheiten abgetötet, während der weiter innen liegende Embryo nicht geschädigt wird. Eine vorbeugende Behandlung gegenüber bodenbürtigen Pathogenen ist mit diesem Verfahren nicht möglich. Die Wirkungsspektren und -grade leiten sich aus Ertragsversuchen im Vergleich zu chemisch gebeiztem und unbehandeltem Saatgut ab.

Vorteile der Elektronenbehandlung sind:

  • Anwenderfreundlichkeit durch Verzicht auf chemische Substanzen
  • Keine Probleme mit Beizstäuben
  • Kein Einfluss auf die Fließfähigkeit des Saatgutes
  • Unverbrauchtes Saatgut kann zu Futterzwecken eingesetzt werden

  • Gehen Sie auf Nummer sicher!

    Wir empfehlen Ihnen als sinnvolle Versicherung den Einsatz einer Saatgutbehandlung mit einem breiten Wirkungsspektrum.

    Bastian Schröder, Leiter Produktion und Logistik International, KWS Getreide
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