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Herausforderungen begegnen – mit KWS LUPOLLINO!

Trockenstress und Ertragsstabilität im Maisanbau

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Kurz gelesen:

  • In den letzten Jahren (z.B. 2018 oder 2022 ) kam es vielerorts zu sehr trockenen Bedingungen, die den Maisanbau vor Herausforderungen stellten.


  • Zukünftig wird das Anbaurisiko sehr wahrscheinlich durch wechselhaftere Witterungsbedingungen steigen.
  • Ertragsstabilität ist ein wichtiges Merkmal für die Maiszüchtung, um das Anbaurisiko zu senken.
  • KWS LUPOLLINO ist eine neu zugelassene Maissorte, die sich durch eine besondere Ertragsstabilität auszeichnet.

Trockenstress beim Mais

Mais ist eine sehr leistungsfähige Kulturpflanze und kann in kurzer Zeit eine beträchtliche Biomasse bilden. Dazu benötigt die Kultur vergleichsweise wenig Wasser. Dennoch kann auch Mais unter Trockenstress leiden. Besonders sensibel ist hier die Phase rund um die Blüte (Juli). Kritischer Trockenstress kann hier zu einer schlechten Befruchtung und in der Folge zu einer unbefriedigenden Kolbenbildung führen. Dies mindert sowohl den Gesamttrockenmasseertrag als auch die Silomaisqualität. In manchen Jahren kann der Mais bereits im Streckungswachstum (Juni) mit Blattrollen und vermindertem Wuchs auf Trockenstress reagieren (siehe Bild, Juni 2022).

Deutlicher Effekt der Trockenjahre 2018 und 2022 auf die Erträge

In den letzten Jahren waren die Bedingungen in vielen Regionen Deutschlands unterschiedlich. Während im Jahr 2023 mehr als ausreichend Niederschlag im Sommer verfügbar war, präsentierte sich das Jahr 2022 als ausgesprochen trocken – und auch das Dürrejahr 2018 ist vielen Landwirten im Gedächtnis geblieben. Diese Witterungseffekte haben Auswirkung auf den Ertrag und lassen sich in der Ertragsstatistik des statistischen Bundesamtes nachvollziehen (siehe Tabelle 1).

Deutlich zu erkennen ist hier der Effekt der Trockenjahre 2018 und 2022. Hier lagen deutschlandweit die Erträge deutlich unter dem fünfjährigen Mittel. Regional lassen sich jedoch Unterschiede ausmachen. Während im Jahr 2018 in Bayern ein durchschnittlicher Ertrag erreicht wurde, war das Jahr 2023 in Bayern gegen den bundesweiten Trend ein unterdurchschnittliches. In Niedersachsen und Brandenburg waren, wie im bundesweiten Trend, die beiden Jahre 2018 und 2022 von Trockenheit und einem niedrigen Ertragsniveau gekennzeichnet. Auf den leichten Standorten in Brandenburg war allerdings der Effekt der ausbleibenden Niederschläge deutlich stärker als in Niedersachsen. Dies zeigt sich in der stärkeren Schwankung der Erträge zwischen den Jahren.

Tabelle 1: Erträge Silomais/Grünmais einschl. Lieschkolbenschrot im sechsjährigen Vergleich (Auszug Bundesländer)

Tabelle 1: Erträge Silomais/Grünmais einschl. Lieschkolbenschrot im sechsjährigen Vergleich (Auszug Bundesländer)


Es bleibt festzustellen: Jedes Jahr bietet je nach Region aufgrund der Witterung neue Herausforderungen für den Maisanbau. Dabei spielt Trockenstress eine wichtige Rolle. Der Klimawandel wird diesen Trend sehr wahrscheinlich noch verstärken, sodass das Anbaurisiko steigt. Die Futterversorgung wird damit zunehmend unsicherer und eine Anbauplanung immer schwieriger zu kalkulieren. Sieht man einmal von Bewässerung ab, bleiben dem Landwirt wenig Mittel, um auf diese Herausforderung zu reagieren. Daher kommt der Ertragsstabilität, die die Maissorte genetisch in sich trägt, eine zunehmende Bedeutung zu. Eine ideale, ertragsstabile Sorte sollte unter normalen bis guten Bedingungen hohe Erträge liefern und gleichzeitig nur gering auf Trockenstress reagieren.

Ziel ist, dass neue Sorten unter verschiedensten Anbaubedingungen high-performen

Der Pflanzenzüchtung sind diese Herausforderungen bewusst. Daher prüft KWS neue Maissorten auf einem breiten Spektrum an Standorten in verschiedensten Regionen, um eine Vielzahl von Anbaubedingungen abzubilden. Ziel ist, dass neue Sorten gute Leistungen unter verschiedensten Anbaubedingungen bieten und damit dem Landwirt Ertragsstabilität und Anbausicherheit bringen. Die sehr unterschiedlichen Jahre 2022 und 2023 bieten dabei der Pflanzenzüchtung große Chancen. Denn unter solch herausfordernden Bedingungen lassen sich ertragsstabile Sorten gut identifizieren.

Eine Sorte, die hier besonders positiv aufgefallen ist, ist die Neuzulassung KWS LUPOLLINO (S 250 / K 240). Diese Sorte wurde in den Jahren 2022 und 2023 beim Bundessortenamt geprüft. Für die Zulassung war also ein sehr trockenes und auch ein sehr verregnetes Jahr relevant. Dabei konnte KWS LUPOLLINO im Trockenstressjahr 2022 seine Stabilität unter herausfordernden Bedingungen eindrucksvoll beweisen. Denn hier erreichte die Sorte gerade unter sehr schwierigen Bedingungen herausragende GTM-Erträge. Aber auch unter den guten Bedingungen des Jahres 2023 konnte KWS LUPOLLINO ertraglich überzeugen. Damit weist die Sorte eine sehr gute Ertragsstabilität auf und ist ein deutlicher Beitrag für mehr Anbausicherheit im Silomaisanbau. Dies zeigt auch Abbildung 2 mit Ergebnissen aus den KWS Exaktversuchen. Hier weist KWS LUPOLLINO ein sehr hohes Ertragspotenzial bei geringer Ertragsschwankung zwischen den einzelnen Standorten auf (Variationskoeffizient). KWS LUPOLLINO hat von allen geprüften Sorten den geringsten Variationskoeffizienten und somit die höchste Ertragsstabilität.


Abbildung 2: KWS Exaktversuche 2023 – Silomais ab S 200 bis S 250, Gesamtserie (5 Orte)

Abbildung 2: KWS Exaktversuche 2023 – Silomais ab S 200 bis S 250, Gesamtserie (5 Orte)

Fazit

Die Merkmale Stresstoleranz und Ertragsstabilität werden für moderne Maissorten immer wichtiger. Insbesondere das Thema Trockenstresstoleranz ist die letzten Jahre stärker in den Fokus gerückt. Auch bei der Züchtung neuer Sorten gewinnt das Merkmal Ertragsstabilität immer mehr an Bedeutung. KWS prüft neue Sorten an vielen verschiedenen Standorten, um Informationen über Ertragsstabilität zu erhalten. Die neue Sorte KWS LUPOLLINO ist besonders ertragsstabil.

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