Ertragsstabilität
In den vergangenen Jahren hat Wintergerste gezeigt, dass sie insbesondere unter trockenen Bedingungen stabile und verlässliche Erträge liefern kann. Gleichzeitig werden die Vermarktungsanforderungen, beispielsweise beim Hektolitergewicht, häufig sicher erreicht. Demgegenüber traten bei Winterweizen vermehrt Vermarktungsprobleme auf, etwa durch zu niedrige Fallzahlen oder unzureichende Proteingehalte. Wintergerste weist somit ein vergleichsweise geringes Vermarktungsrisiko auf.
Die hohe Ertragsstabilität ist eng mit der frühen Abreife und dem zeitigen Durchlaufen der ertragsbildenden Entwicklungsphasen verknüpft. Durch den frühen Vegetationsbeginn im Frühjahr nutzt die Kultur die Winterfeuchte effizienter. Entscheidende Ertragsbildungsprozesse fallen häufig in klimatisch noch günstigere Phasen.
Dadurch ist Wintergerste in der Kornfüllungsphase in der Regel weniger anfällig für Trockenstress. Vor dem Hintergrund des Klimawandels stellt dies einen bedeutenden Vorteil dar.