Betriebsreportage
Ackerbau und Veredlung: Warum Roggen zum Betrieb Wille passt
BlickPunkt, Sommer 2026
Auf dem Betrieb von Lisa und Stefan Wille im südniedersächsischen Mahlum hat Hybridroggen einen festen Platz – als Kulturart auf den sehr heterogenen Böden und als Komponente in der Schweinefütterung. Familie Wille verbindet Ackerbau und Veredelung miteinander: Was auf ihren Flächen wächst, wird im eigenen Mischfutter gezielt eingesetzt.
Gründe für Hybridroggen im Betrieb Wille
Anbau
- Geeignet für schwächere und schwere Standorte
- Geringere Ansprüche an Düngung und Pflanzenschutz
- Weniger Vorleistung, geringeres wirtschaftliches Risiko
- Deutlich verbessertes Ertragspotenzial moderner Sorten
- Züchterisch verbesserte Standfestigkeit und Mutterkornabwehr
Fütterung
- Positive Effekte auf die Darmflora des Schweins
- Hoher Faseranteil unterstützt Tierwohl und Ringelschwanzhaltung
- Gut in die Eigenmischung integrierbar
- Stärkt die betriebliche Wertschöpfung durch Veredelung im Stall
Fazit
Heute ist Hybridroggen fester Bestandteil der betrieblichen Strategie – im Anbau wie in der Veredelung. Auf ihren schwierigen Standorten kann er seine Stärken besonders ausspielen. „Weder Weizen noch Triticale kann dort mithalten“, fasst Lisa Wille zusammen. Hybridroggen ist für den Betrieb ein Beispiel dafür, wie moderne Züchtung, angepasstes Management und betriebliche Kreisläufe zusammenwirken können. „Die Potenziale von Hybridroggen werden von vielen Betrieben unterschätzt“, sagt Lisa Wille. Ihr Rat: klein starten, Erfahrungen sammeln, dann ausbauen.
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