Hannes Malte Mahler: Kunst und Leben

Einbeck, 20.09.2019

Hannes Malte Mahler war in sehr vielen Disziplinen gleichermaßen zuhause. Der 2016 viel zu früh verstorbene Künstler aus Hannover hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Er hatte das Talent, dem Leben stets aufs Neue künstlerische Pointen abzugewinnen. Mahler zeichnete und malte, in Öl oder auf dem iPad, für sich oder auf Bestellung. Er agierte und performierte, fotografierte und filmte, schuf Installationen und Objekte. „Kunst und Leben“ heißt die Ausstellung mit Malereien und Zeichnungen Hannes Malte Mahlers, die im Biotechnikum der KWS gezeigt wird. KWS Vorstandssprecher Dr. Hagen Duenbostel dankte bei der Eröffnung dem Verein „feinkunst“ dafür, dass Kunstwerke Mahlers für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden.

Eröffnung „Kunst und Leben“ im Biotechnikum der KWS, von links: Oliver Rohde, Geschäftsführung feinkunst e.V., Michael Stoeber, Kunstkritiker und Autor, Birgit Streicher, feinkunst e.V., Hagen Duenbostel, KWS Vorstandssprecher, Dorothee Frehrking, feinkunst e.V.

Eröffnung „Kunst und Leben“ im Biotechnikum der KWS, von links: Oliver Rohde, Geschäftsführung feinkunst e.V., Michael Stoeber, Kunstkritiker und Autor, Birgit Streicher, feinkunst e.V., Hagen Duenbostel, KWS Vorstandssprecher, Dorothee Frehrking, feinkunst e.V.

Aufgabe von feinkunst e.V. ist es, das Werk des 2016 tödlich verunglückten Universalkünstlers Hannes Malte Mahler zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen. Zentrale Aufgaben sind die Digitalisierung, Katalogisierung und Erstellung eines Werkverzeichnisses. Hannes Malte Mahler, geboren 1968, lebte und arbeitete in Hannover. Nach Stationen in Berlin und als Rettungssanitäter studierte er ab 1992 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und wurde Meisterschüler bei Marina Abramović. Mahler verstand es, wie das Chamäleon, das er auch zum Signet seiner Kunst machte, im Leben wie in der Kunst wandlungsfähig zu sein, in unterschiedlichste Rollen zu schlüpfen und in den vielfältigsten Zusammenhängen zu Hause zu sein.

Die Ausstellung „Kunst und Leben“ will nicht die vielen Facetten Mahlers zeigen, sondern konzentriert sich bis auf wenige Ausnahmen auf seine Malerei. In ihrer Formen- und Themenvielfalt entfalte sich das große malerische Können des Künstlers, sagte Michael Stoeber, Kunstkritiker und Autor aus Hannover, bei der Eröffnung. Dem Maler Mahler sei dabei eine gewisse Spottlust zu eigen. Den Bild- und Wortwitz der Dadaisten beispielsweise bringe Mahler auf die Leinwand. „Mahler konnte der Elfenbeinturm der Kunst gestohlen bleiben“, so Stoeber. „Er wollte mit seiner Kunst ins Leben eingreifen. Scharfsinnig und hellsichtig, klug und witzig, prononciert und pointiert, lenkt er unsere Aufmerksamkeit auf Missstände im Kleinen wie im Großen.“ Wenn ein Künstler sich den uralten Traum einer Verbindung von Kunst und Leben erfüllt habe, dann Hannes Malte Mahler, würdigte Michael Stoeber. „Er war in seinem Leben so künstlerisch, wie man nur sein kann. Und in seiner Kunst so lebensvoll, wie wir es uns von künstlerischen Werken wünschen.“

Für die musikalische Begleitung der Vernissage sorgte Erika Emerson aus Hannover mit Gesang und Klavierklängen.

Interessierte können die Ausstellung bei Führungen durch Michael Stoeber noch zwei Mal erleben: am 17. Oktober und am 14. November werden diese auf dem Betriebsgelände der KWS in Einbeck angeboten. Anmeldungen dafür nimmt Bettina Alex bei der KWS SAAT SE gerne entgegen: Telefon 05561 311 638, E-Mail bettina.alex@kws.com.

Über KWS*

KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Mehr als 5.000 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 1.068 Mio. Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von 133 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr knapp 200 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung.

* Alle Angaben ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS LLC., AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

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Bettina Alex
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