• Kinder und Jugendliche pflanzen gemeinsam in einem Gemüsebeet. Sie sitzen in Reihen und arbeiten konzentriert.

Schulgärten für nachhaltige Ernährung und Bildung

Mit der Schulgarten-Initiative möchten wir Schulgärten als lebendige Lernorte etablieren, an denen Kinder spielerisch den Anbau von Gemüse entdecken und ein Bewusstsein für gesunde Ernährung entwickeln können. Durch gemeinschaftliches Gärtnern erleben Schülerinnen und Schüler, woher unsere Lebensmittel kommen, wie sie wachsen und welchen Wert sie haben.

Die gemeinsame Arbeit im Schulgarten stärkt nicht nur den Teamgeist, sie fördert auch das Wissen über nachhaltigen Gemüseanbau und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. So leisten Schulgärten einen wichtigen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wertschätzung von Lebensmitteln und deren Produktion.

Die Voraussetzungen für den Zugang zu gesunden Lebensmitteln sind weltweit unterschiedlich. Unser Ziel ist es, Kindern in Großstädten den Zugang zu gesunden Lebensmitteln und praktischer Umweltbildung zu ermöglichen.

„Es entsteht Begeisterung, wenn Kinder aktiv erleben, wie gesunde Lebensmittel entstehen – genau das macht dieses Projekt besonders wertvoll.“
Katrin Feger, Lead of Public Affairs bei KWS
Schüler lächeln in die Kamera während sie auf dem Feld stehen

Schulgärten in Brasilien

3,990 m² Ackerfläche in São Paulo

In Brasilien arbeitet KWS mit der gemeinnützigen Organisation STÄDTE OHNE HUNGER e.V. zusammen, um Kindern in der Millionenmetropole São Paulo den Zugang zu gesunder Ernährung und praktischer Bildung zu ermöglichen. Viele Schulen verfügen zwar über Land, jedoch fehlen oft die Mittel, um es sinnvoll zu nutzen.

In zehn öffentlichen Schulen wurden bereits Schulgärten eingerichtet, die insgesamt rund 5.000 Schülern zugutekommen. Auf Flächen zwischen 100 und 3.000 Quadratmetern bauen die Schüler gemeinsam Salat, Paprika, Kohl, Rote Beete, Tomaten, Zwiebeln, Petersilie und Koriander an. Auf größeren Flächen wurden auch Obstbäume gepflanzt. Das geerntete Obst und Gemüse wird in den Schulkantinen verwendet und stellt für viele die einzige nahrhafte Mahlzeit des Tages dar. Überschüsse dürfen mit nach Hause genommen werden – so profitieren auch die Familien und besonders bedürftige Personen von diesem Projekt.

Neben der Versorgung mit frischen Lebensmitteln steht auch die Bildung im Fokus. Durch das gemeinsame Gärtnern lernen die Schüler, woher ihre Nahrung kommt, wie sie wächst und welche Nährstoffe sie enthält. Das stärkt sowohl den Teamgeist als auch das Bewusstsein für gesunde Ernährung und fördert den wertschätzenden, nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

„In São Paulo schaffen Schulgärten einen Zugang zu wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, denn das geerntete Gemüse wird in den Schulkantinen verwendet.“
Bettina Haussmann , Expert CSR projects bei KWS

Momentan werden die Pflanzen für die Gärten noch von einem externen Partner geliefert, zukünftig soll das Saatgut aber vorwiegend aus unserer Business Unit Gemüse in Brasilien kommen und könnte dadurch auch noch weiter diversifiziert werden.

Um eine langfristige Wirkung mit dem Schulgartenprojekt in Brasilien zu erzielen, haben wir eine fünfjährige Partnerschaft mit unserem Partner „STÄDTE OHNE HUNGER“ vereinbart. Diese beidseitige Planungssicherheit ermöglicht es, dauerhaft tragfähige Strukturen aufzubauen mit dem Ziel, dass Lehrkräfte im Lauf der Zeit selbst die Verantwortung für die Schulgärten übernehmen können. So möchten wir langfristig die Grundlage dafür schaffen, dass die eingerichteten Schulgärten eigenständig weitergeführt und gleichzeitig neue Schulen eingebunden werden können, um noch mehr Schüler zu erreichen.

Kinder stehen in einer Reihe, um Koriander zu ernten

Kinder stehen in einer Reihe, um Koriander zu ernten

Über STÄDTE OHNE HUNGER e.V.

STÄDTE OHNE HUNGER e.V. ist ein Förderverein, der der finanziellen und ideellen Förderung der brasilianischen Organisation CIDADES SEM FOME dient. Im Vordergrund steht die langfristige Förderung von Gemüsebauprojekten in städtischen Gebieten. Durch Gemeinschafts- und Schulgärten sowie Kleinbauernprojekte unterstützt STÄDTE OHNE HUNGER via CIDADES SEM FOME in Brasilien Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Ziel ist es, Einkommen zu generieren und die Ernährungssicherheit zu verbessern, indem ökologische Landwirtschaft gefördert wird.

Schülerin beißt bei Sonnenschein in Gurke ©Acker e.V. Kristian Barthen

Schulgärten in Deutschland

Lernen, wie Lebensmittel wachsen

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Acker e.V. engagiert sich KWS dafür, Kindern und Jugendlichen einen praxisnahen Zugang zu Natur, Ernährung und Landwirtschaft zu eröffnen. Als Förderpartner des Bildungsprogramms GemüseAckerdemie hat KWS bislang die Einrichtung von vier Schulgärten in Berlin und einem Schulgarten in Wohlde ermöglicht.

Schulgärten schaffen wertvolle Lernorte außerhalb des Klassenzimmers. Hier säen, pflanzen, pflegen und ernten Schülerinnen und Schüler eigenes Gemüse und erleben unmittelbar, wie aus einem Samen Nahrung wächst. Dabei lernen sie natürliche Kreisläufe, praktische Anbaumethoden und die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung kennen.

Die Arbeit im Schulgarten fördert Neugier, Verantwortungsbewusstsein und praktisches Wissen. Gleichzeitig entsteht ein besseres Verständnis für die Herkunft unserer Nahrung und den Wert landwirtschaftlicher Arbeit.

Darüber hinaus erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie viel Zeit, Pflege und Ressourcen für den Anbau erforderlich sind. Diese Erfahrungen stärken die Wertschätzung für Lebensmittel und fördern einen bewussteren Umgang mit ihnen.

Foto: © Kristian Barthen für Acker e.V.

Nahe unserem Standort in Wohlde fördern wir seit 2017 gemeinsam mit Acker e.V. den Schulacker der Eugen-Naumann-Schule in Bergen. Mit großer Begeisterung bauen die Grundschulkinder Gemüse an, werden zu kleinen Acker-Experten und erleben mit Stolz, wie aus eigenem Einsatz sichtbare Erfolge entstehen
Andrea Jubin, Manager Site Services, KWS LOCHOW GmbH


Über Acker e.V.

Für eine Generation, die weiß, was sie isst!

Acker e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Ernährungsbildung sowie die Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln einsetzt. Mit Programmen wie der GemüseAckerdemie sensibilisiert Acker e.V. Kinder und Erwachsene für die Wertschätzung von Natur und Lebensmitteln. In Schulen und Kitas bauen Kinder ihr eigenes Gemüse an und lernen dabei, woher ihre Nahrung kommt und wie sie wächst.

Logo Gemüseackademie

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Frau mit blonden Haaren in einem schwarzen Blazer lächelt vor einer grauen Wand. Ihre Arme sind vor der Brust verschränkt.
Katrin Feger
Lead of Public Affairs & Arts
Global Marketing & Communications
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