„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, die Zahlen sind ein klarer Beleg für die kontinuierlichen Fortschritte der KWS Rapszüchtung“, sagt Andrea Richter, die den Geschäftsbereich Raps bei KWS verantwortlich leitet. „Insbesondere in den letzten Jahren konnten wir viele leistungsstarke Sorten mit einer wirklich einzigartigen und innovativen Genetik auf den Markt bringen, die dazu beitragen, den wirtschaftlichen Rapsanbau in Europa zu sichern.“
Die Zahlen von Kyntec belegen das eindrucksvoll. Die Marktanteile von KWS Sorten in Ungarn, Deutschland und Frankreich betragen 27 Prozent, 38 Prozent und 23 Prozent. In Deutschland ist KWS VAMOS außerdem die am meisten verkaufte Sorte – sie steht auf 13 Prozent der dortigen Anbauflächen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Reglementierungen im Pflanzenschutz, den Auswirkungen des Klimawandels und der gesellschaftlichen Forderung, Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, ist die Resistenzzüchtung mittlerweile ein wichtiges Ziel der KWS Rapszüchtung. Valide Beispiele sind die Entwicklung der Phoma-Resistenz, bei der über mehrere Etappen neue Genkombinationen und zusätzliche Resistenzquellen in ertragsstarke Sorten integriert werden konnten. Weitere, zukunftsweisende Meilensteine sind Sorten mit Kohlhernie-Resistenz sowie verbesserter Stickstoffeffizienz (N-ADAPT). Einen genetischen Schutz gegen den Befall mit Larven des Rapserdflohs besitzen die InsectPROTECT Sorten von KWS. Bereits 2020 hat das renommierte französische Institut Terres Inovia dazu wissenschaftliche Daten veröffentlicht, die zeigen, dass diese sich deutlich gegenüber anderen Wettbewerbssorten durchsetzen konnten und weniger Befall aufweisen.
Diese genetischen Innovationsschritte spiegeln sich auch deutlich in der Leistungsentwicklung von KWS Sorten wider. Über die letzten zehn Jahre hinweg zeigt sich ein kontinuierlicher Fortschritt von 1,5 Prozent pro Jahr, gemessen an Ertrag und Ölgehalt. Getragen wird dieser Fortschritt durch eine klare und langfristige Investitionsstrategie. Rund 15 Prozent der Rapsumsätze fließen in Forschung und Entwicklung zurück, allein zwischen den Geschäftsjahren 2020 / 2021 sowie 2023 / 2024 stieg das Züchtungsbudget innerhalb von drei Jahren um etwa 60 Prozent.
Andrea Richter: „Unsere Erfolge zeigen, dass Pflanzenzüchtung ein Schlüsselfaktor bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Schonung natürlicher Ressourcen und Reduzierung von chemischem Pflanzenschutz ist. Sie sind für uns Ansporn, weiterhin an Sorten zu arbeiten, die Resistenzen mit Ertragsstärke kombinieren.“
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