Think new - Landwirtschaft anders gedacht

Schweiger Feldkirchen

29.03.2021

In der neuen Reihe „Think new – Landwirtschaft anders gedacht“ stellen wir Ihnen den Betrieb „Schweiger Feldkirchen“ vor. Die Familie hat sich der Saatgutaufbereitung und Saatgutproduktion für externe Firmen verschrieben und deckt dabei eine breite Palette an Ackerkulturen ab.

Betriebsinfo

Schweiger Feldkirchen

Ort: Moosburg/Freising

Fläche: 150 ha

Kulturen: Winterweizen, Sojabohne, Mais, Sommertriticale

Besonderer Betriebszweig: Saatgutaufbereitung und Saatgutproduktion

Anzahl der Arbeitskräfte: 6,5 Vollzeikräfte + 2 Saisonarbeitskräfte

Hans Schweiger, Interviewpartner Christian Schweiger und  Georg Schweiger (v. links)

Hans Schweiger, Interviewpartner Christian Schweiger und Georg Schweiger (v. links)

„Diversifizierung ist das A und O in der heutigen Zeit“, “, berichtet Christian Schweiger. Christian Schweiger ist ein junger Landwirt, der sich der Saatgutaufbereitung und Saatgutproduktion verschrieben hat. Von Kindesbeinen an begeistert er sich für die Landwirtschaft. Schon als kleiner Junge verbrachte er jede freie Minute auf dem elterlichen Betrieb und griff seinen Eltern bei der täglichen Arbeit tatkräftig unter die Arme. Mittlerweile hat Schweiger die Verantwortung für die Saatgutaufbereitung und Saatgutproduktion übernommen. Dies fand zwar schon immer bei Schweiger in Feldkirchen statt, aber die Anfragen von externen Firmen häuften sich. „Ich habe Potenzial in diesem Betriebszweig gesehen und die Kunden fragen explizit nach, ob wir Saatgut für sie aufbereiten und produzieren können. Ich war überzeugt davon, dass das der richtige Schritt für unseren Betrieb war und würde diesen Schritt jeder Zeit wieder machen“, erzählt Schweiger. Heute beläuft sich die gesamte Vermehrungsfläche auf etwa 650 Hektar.

Bei Schweiger in Feldkirchen werden eine Vielzahl von Kulturen aufbereitet und produziert. Weit vor der Ernte erfährt Schweiger, welches Erntegut von welchen Flächen er verarbeiten soll. So kann frühzeitig ein Produktionsplan erstellt werden, welcher sich hauptsächlich nach den Erntezeitpunkten der Kulturen ausrichtet. 20 % der geplanten Menge steht auf Schweiger-Flächen, die restlichen 80 % werden von Externen zugeliefert. „In der Ernte ist dann der zuerst dran, der zuerst liefert. Wir haben die Möglichkeit, das Erntegut in Zellen zu lagern oder der Landwirt lässt das Saatgut auf seinem Anhänger abdeckt liegen, bis wir mit der Reinigung beginnen. Wir verfügen über eine Lagerkapazität von 3000 Tonnen. Insbesondere in der Haupterntephase von Ende Juli bis Anfang August arbeiten wir in 24 Stunden-Schichten, um die Ware möglichst zügig und trotzdem sehr sorgfältig zu verarbeiten“, erläutert Schweiger. Nach der Reinigung der Ware wird ein Saatgutmuster gezogen, welches zur Anerkennungsstelle geschickt wird. Bei positivem Bescheid wird das Saatgut weiterverarbeitet. In Feldkirchen wird Vorstufensaatgut, Basissaatgut und Z-Saatgut produziert. Die Abpackung erfolgt in 500 kg und 1000 kg BigBags sowie in 30 kg Papiersäcken. „Sollte ein Kunde einen besonderen Abpackungswunsch haben, können wir auch in der gewünschten Menge abpacken“, so Schweiger. Dennoch sieht Schweiger auch auf seinen Betrieb zukünftig Herausforderungen zukommen. Reglementierungen im Beizmittelbereich treffen seinen Betrieb. „Seit 2018 verfügen wir über eine Öko-Zertifizierung. Dies bedeutet, dass wir auch heute schon ökologisches Saatgut neben dem konventionellen Saatgut anbieten können. Jeder Bereich hat seine eigene Verarbeitungsstraße. Somit sehen wir unsere Auftragsmenge als relativ sicher“, erläutert Schweiger. Weiterhin sieht Schweiger eine weitere Diversifizierung für unerlässlich. Unter anderem erhöhen Witterungsereignisse und politische Reglementierungen den Anspruch an die Fruchtfolge, sodass viele vielleicht lange in Vergessenheit geratene Kulturen ihre Renaissance erleben. „Spezialkulturen werden wieder mehr an Bedeutung gewinnen und ich freue mich schon darauf, weitere Kulturen zu produzieren. Durch das Know-How in der gesamten Familie und unseren bereits gemachten Erfahrungen sehe ich gespannt in die Zukunft und freue mich auf das, was kommt. Die jetzt anstehende Etablierung der Leguminosen-Schiene legt dafür bereits den ersten Grundstein“, sagt Schweiger.

Neugierig geworden? Weitere Informationen über Schweiger Feldkirchen finden Sie unter www.schweiger-­feldkirchen.de

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Sabrina Heldt
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