Das Zwischenfruchtjahr richtig abschließen!

24.03.2020

Der milde Winter hat dazu geführt, dass sehr viele Zwischenfruchtbestände nur teilweise oder zum Teil gar nicht abgefroren sind. Früh gesäte, weit entwickelte Bestände waren oftmals frostempfindlicher als Spätsaaten.

Schlagspezifisch kann sich neben der grünen Zwischenfrucht auch noch eine Altverunkrautung zeigen.

Je nach Art, Entwicklung und teilflächenspezifischer Besonderheiten zeigen sich die zwischenfruchtbestände noch sehr vital.

Je nach Art, Entwicklung und teilflächenspezifischer Besonderheiten zeigen sich die zwischenfruchtbestände noch sehr vital.

Was empfiehlt sich jetzt zur Vorbereitung der anstehen Aussaat der Sommerkulturen? Sind jetzt beispielsweise Mais, Rüben oder Kartoffeln geplant, empfiehlt sich unter diesen Umständen der Einsatz eines Totalherbizids.
Der Bestand darf dann aber keine blühenden Pflanzen aufweisen, um den Schutz von Bienen und anderen Blühpflanzen besuchenden Insekten zu gewährleisten. Je nach Situation des Pflanzenbestandes sollten Aufwandmenge und Präparat angepasst werden:

  • Bei sehr vitalen Beständen mit hohen Ölrettichanteilen sind die volle Menge von 1.800 g/ha Glyphosat zu empfehlen.
  • Bei schwachen Beständen mit geringer bis keiner Altverunkrautung sowie bei blühenden Beständen sollten Sie auf eine Bodenbearbeitung z. B. per Scheibenegge oder aber in Kombination mit einem Mulchgang vorweg zurückgreifen.

Entscheidend neben dem Bestand ist die Befahrbarkeit der Fläche! Derzeit ist der Oberboden wassergesättigt. Strukturschäden durch zu frühe Bodenbearbeitung, zu frühes Mulchen als auch durch Überfahrten bei der Herbizidanwendung sind zu vermeiden. Im Zweifel haben Sie bis zum Aussaattermin noch ausreichend Zeit. Der Einsatz von schnell wirksamen Glyphosat-Produkten kann hier auch Entspannung bringen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei anstehenden Frühjahrsaussaat.