Schadbild - Magnesiummangel

Magnesium hat für Maispflanzen eine sehr hohe Bedeutung. Als Zentralatom des Chlorophylls gibt Magnesium der Pflanze die grüne Farbe und ist unentbehrlich für die Photosynthese. Außerdem ist Magnesium für die Aktivierung diverser Enzyme verantwortlich und ist wichtig für die Synthese und Speicherung von Pflanzeninhaltsstoffen wie Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten.

Schadbild erkennen – Magnesiummangel

Ein typisches Symptom für Magnesiummangel sind perlschnurartige Aufhellungen auf den Blättern entlang der Blattadern. Die Blätter wirken gestreift. Bei starkem Mangel kommt es zu chlorotischen Aufhellungen auf dem gesamten Blatt. Außerdem kann es bei anhaltendem Mangel zu Nekrosen und Rotfärbungen beginnend an den Blatträndern kommen. Da Magnesium in der Pflanze gut verlagerbar ist, treten die Symptome zuerst auf älteren Blättern auf. Daneben führt Magnesiummangel zu schlecht gefüllten Körnern an den Kolbenspitzen: Aufgrund des Magnesiummangels stehen nicht genug Kohlenhydrate zur Kolbenfüllung zur Verfügung.

Zeiträume für das Schadbild – Magnesiummangel

Der überwiegende Teil des Magnesiums wird zwischen Reihenschluss und Blüte aufgenommen. Damit treten Mangelsymptome vorwiegend ab Beginn des Längenwachstums auf.

Auslöser und Gründe für das Schadbild – Magnesiummangel

Boden/Ackerbau

Ähnlich zum Kalium, ist das Risiko für Magnesiummangel besonders auf Sandböden erhöht, weil diese Kationen nur in geringem Maße speichern können. Daneben wirken sich saure Böden negativ auf die Verfügbarkeit von Magnesium aus.

Für die Verfügbarkeit von Magnesium spielt das Verhältnis von Kalium zu Magnesium eine wichtige Rolle, da Kalium das Magnesium verdrängen kann. Eine erhöhte Kaliumdüngung bei nicht angepasster Magnesiumgabe kann dann zu Magnesium-Mangelsymptomen führen.

Maßnahmen gegen das Schadbild – Magnesiummangel

Boden/Ackerbau

Mais besitzt einen hohen Magnesiumbedarf von 40 bis 70 Kilogramm MgO/ha. Der Versorgungszustand der Böden wird anhand einer Bodenanalyse festgestellt. Aus der Kombination von Magnesiumbedarf und Versorgungszustand des Bodens ergibt sich der Düngebedarf. In der Regel kann eine Grundversorgung mit Magnesium durch magnesiumhaltige Kalke gewährleistet werden. Ein darüber hinaus gehender Bedarf kann durch Düngung von Mineraldüngern, wie zum Beispiel Kieserit (25 % MgO, 20 % S) gedeckt werden. Zu beachten ist, dass Gülle ein Kalium-Magnesium-Verhältnis von etwa 4,5:1 aufweist. Damit kann eine reine Düngung mit Gülle die Magnesiumdüngung wegen des Antagonismus zu Kalium nicht immer gewährleisten.

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