Schadbild - Verticillium-Welke

Verticillium-Welke ist eine Pilzerkrankung, die verschiedene Kulturpflanzen befällt. Dabei handelt es sich um eine seltene Erkrankung der Leitbahnen. Für den Zuckerrüben-Anbau hat der Erreger eine eher geringe wirtschaftliche Bedeutung.

Befall erkennen - Verticillium-Welke

Giftige Stoffwechselprodukte des Verticillium-Pilzes sorgen dafür, dass die Blätter der Zuckerrübe welken und vertrocknen. Dazu kommt es gelegentlich zu Verformungen der Herzblätter. Diese werden schlaff und verfärben sich gelblich. Auch der Rübenkörper kann durch die Infektion beschädigt werden. In einer aufgeschnittenen Rübe sind schwarze und braune Gefäßbündel erkennbar. Auswirkungen auf das Gewicht der Rübe nimmt der Befall nicht. Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass bei der Verarbeitung in der Fabrik die Zuckererausbeute sinkt. Die beschriebenen Symptome können allerdings auch andere Ursachen haben. Auch Fusarium-Arten lösen die Verwelkungserscheinungen aus. Dazu sollten die Symptome nicht mit dem gewöhnlichen Alterungsprozess der Rübenblätter verwechselt werden.

Vorkommen des Schadbilds - Verticillium-Welke

Die beschriebenen Symptome treten an der Zuckerrübe häufig nur an einer Blattseite auf der Blattspreite und dem Blattstiel auf. Die Verticillium-Erreger überdauern im Boden und dringen über die Wurzel in die Pflanzen ein. Dort verstopfen sie die Leitbahnen und beeinflussen so den Wassertransport in der Rübe.

Zeiträume für den Befall - Verticillium-Welke

Infektionen mit dem Verticillium-Pilz treten in der Regel ab Juli auf. In dieser Phase ist der Wasserbedarf der Zuckerrübe besonders hoch.

Auslöser und Gründe für den Befall - Verticillium-Welke

Wetter

Begünstigt wird der Befall vor allem durch extreme Witterungssprünge. Kommt es nach starken Niederschlägen zu länger anhaltender Hitze und Trockenheit, steigt das Risiko einer Infektion.

Maßnahmen gegen den Befall - Verticillium-Welke

Boden/Ackerbau

Über wirksame Maßnahmen gegen den Verticillium-Pilz ist nur wenig bekannt. Allerdings sollte die Fruchtfolge beachtet und Unkräuter wirksam bekämpft werden.

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