Schadbild - Drahtwurm

Der Drahtwurm zählt zu den relevantesten Schädlingen im Maisanbau. Beim Drahtwurm handelt es sich um die Larven verschiedener Schnellkäferarten. Sie sind mit starken Kauwerkzeugen ausgestattet und können das Pflanzengewebe so erheblich beschädigen.

Befall erkennen - Drahtwurm

Der Drahtwurm verursacht Fraßschäden am Saatgut oder Keimling der Maispflanze. Mögliche Folgen sind mangelnder Feldaufgang und lückige Bestände. Dazu kann es zu Kümmerwuchs und Verfärbung beziehungsweise Absterben der Blätter oder auch der ganzen jungen Maispflanze kommen. Die zwei bis vier Zentimeter langen und gelbbraunen Larven verursachen Fraßschäden am Saatkorn und an jungen Maispflanzen. An den Maispflanzen kommt es zu Fraßschäden an Wurzeln und der Stängelbasis. Auch der Vegetationskegel kann dabei geschädigt werden, was zum Absterben der jungen Maispflanzen führt. Bei starkem Befall kommt es zu vermindertem Feldaufgang und heterogenen Bestandsentwicklungen. Gegebenenfalls muss der Bestand sogar umgebrochen und neu gesät werden. Der Befall tritt in der Regel nesterweise auf. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit Fritfliegenfraß (bei weniger starkem Befall), Auflaufkrankheiten oder auch dem Schadbild der Erdraupe.

Vorkommen des Schädlings - Drahtwurm

Die Käfer legen ihre Eier zwischen Frühjahr und Frühsommer ab. Die Larven schlüpfen nach vier bis sechs Wochen. Der Entwicklungszyklus der Drahtwürmer beträgt - je nach Witterung - drei bis sechs Jahre. Besonders gefährdet sind Flächen nach Grünlandumbruch, da die Käfer zur Eiablage Flächen mit einer schützenden Pflanzendecke bevorzugen. Somit sind auch fünf bis sechs Jahre nach Grünlandumbruch noch Schäden möglich.

Zeiträume für den Befall - Drahtwurm

Die Symptome treten nach der Maisaussaat im Frühjahr auf. Die Larven überwintern in der oberen Bodenschicht und ernähren sich von organischem Material. An der Bodenoberfläche sind die Larven normalerweise nicht zu finden.

Auslöser und Gründe für den Befall - Drahtwurm

Boden/Ackerbau

Drahtwürmer legen ihre Eier bevorzugt an dicht bewachsenen Stellen in etwa ein bis zwei Zentimetern Tiefe ab. Ein Befall tritt daher oft nach Grünlandumbruch auf. Da sich die Larven von der organischen Substanz im Oberboden ernähren, kann auch ein hoher Humusgehalt befallsfördernd wirken.

Maßnahmen gegen den Befall – Drahtwurm

Saatgut

Zur Bekämpfung von Drahtwürmern stehen kaum Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Eine gute Möglichkeit ist die eine Saatgutbeizung mit Sonido. Diese bietet KWS für verschiedene Sorten an. Das Saatgut wird dabei nur nach Auftrag gebeizt und sollte nicht überlagert werden. Denken Sie daher an eine rechtzeitige Bestellung.

Chemische Maßnahmen

Auch mit Kalkstickstoff wurden Versuche zur Drahtwurmbekämpfung durchgeführt. Dabei konnte aber nur eine Teilwirkung erzielt werden. Dieser sollte breitflächig ausgebracht und anschließend flach eingearbeitet werden. Ein Einsatz im Unterfußdünger ist nicht zu empfehlen.

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