Pflanzentechnologe (PT) (m/w/d)
Dieser Beruf ist ganz schön vielseitig: Pflanzentechnolog:innen sind die Profis auf dem Feld, im Gewächshaus und in den Laboren. Sie lassen Pflanzen wachsen, um sie zu untersuchen und weiter zu züchten oder zu vermehren. Die gute Durchführung aller praktischen Prozesse ist erfolgsentscheidend, um Landwirt:innen neue bessere Sorten zur Verfügung stellen zu können. Bei uns kann man diese Prozesse lernen.
Kurzinfo:
- Ausbildungsdauer 3 Jahre
- Berufsschule: 3 Blöcke von zusammen 11 Wochen pro Jahr, die Bundesfachklasse ist in der BBS Einbeck
- Unsere Plätze: Pro Jahr 14 in Einbeck incl. Wetze, 2 in Klein Wanzleben, 1 in Seligenstadt, 2 in Wohlde, 1 in Petkus - bis zu 60 insgesamt über alle Ausbildungsjahre
- Über 100 Ausbilder:innen in den Fachabteilungen kümmern sich um Inhalte und Anleitung
- Die Ausbildungsleitung ist in Vollzeit für die Azubis da
Ausbildungsbeginn 2027: Wir freuen uns ab sofort über Deine aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen.
FAQs:
Der Beruf:
Als Pflanzentechnologe bzw. Pflanzentechnologin arbeitest du an der Entwicklung und Verbesserung von Kulturpflanzen. Du unterstützt Forschung, Züchtung und Versuchswesen und trägst dazu bei, dass neue Pflanzensorten leistungsfähiger, gesünder und besser an Umweltbedingungen angepasst werden. Du arbeitest an der Schnittstelle von Biologie, Landwirtschaft und modernster Technologie. Dabei leistest Du einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der weltweiten Ernährung und zur Entwicklung nachhaltiger Landwirtschaftssysteme.
Zu den typischen Aufgaben gehören:
- Aussaat, Pflege, Bonitur und Ernte von Pflanzen für Versuche oder zur Vermehrung.
- Anlegen und Betreuen von Versuchen im auf dem Feld, im Gewächshaus oder im Labor,
- Probenahme und -aufbereitung von Pflanzen, Boden oder Saatgut.
- Durchführung von Laboruntersuchungen, zum Beispiel auf Saatgutqualität, auf Inhaltstoffe, auf Resistenzen gegen Krankheiten und Schädlinge oder auf Eigenschaften in der DNA.
- Umgang mit Maschinen, Geräten und digitalen Systemen,
- Dokumentation von Arbeitsschritten und Versuchsergebnissen überwiegend digital.
Abwechslung in der Ausbildung ist garantiert! KWS bildet in 6 von insgesamt 7 möglichen Einsatzgebieten dieses Berufs aus. Das sind:
- Feldversuchswesen
- Gewächshaus
- Zuchtgarten
- Saatgutwesen
- Kulturlabor
- Untersuchungslabor
Bei uns erhältst Du Einblick in alle 6, lernst intensiv in 3-4 Einsatzgebieten, und musst zum Schluss für die Prüfung nur 2 davon wählen. In Einbeck (mit Wetze) wechselt man nacheinander durch verschiedene spezialisierte Abteilungen. Dagegen können auf den meisten Zuchtstationen mehrere Einsatzgebiete unter einem Dach kennengelernt werden; daher verbringen die Auszubildenden in Wohlde, Klein Wanzleben, Seligenstadt und Petkus den Großteil ihrer Zeit auf ihrer jeweiligen Station. Sie kommen für weitere Einblicke nach Einbeck an den Hauptstandort.
In der Ausbildung lernt man alles kennen – und manch eine/r hat schon seine ursprüngliche Vorstellung von den eigenen Vorlieben geändert. Im Beruf spezialisiert man sich auf das, was den Neigungen eher entspricht.
Voraussetzungen:
Bereits ein guter Hauptschulabschluss ermöglicht Dir die dreijährige Ausbildung und öffnet den Weg in diesen abwechslungsreichen und zukunftsträchtigen Beruf. Die meisten unserer Auszubildenden haben einen Realschulabschluss oder Abitur.
Freude am Umgang mit Pflanzen solltest Du mitbringen, und rechnen muss man auch manchmal. Eine Pollenallergie kann die möglichen Einsatzgebiete stark einschränken, das bedeutet Abstriche an der Vielseitigkeit des Berufs.
Weitere Stärken kannst Du hier bei uns noch entdecken: Gefällt Dir eher der Umgang mit großen Maschinen und Geräten, magst Du Handarbeit, oder bist Du ein „Labortyp“? Durch einen Wechsel durch verschiedene Bereiche kannst Du das bei uns herausfinden.
Ausbildung:
Die Ausbildung dauert 3 Jahre, und jeder Ausbildungsvertag bei uns wird für 3 Jahre ausgestellt. Die Ausbildungsverordnung erlaubt für Abiturienten eine Verkürzung auf 2 Jahre. Den Antrag hat am Ende des 1. Ausbildungsjahres aber noch kaum gestellt, weil es bei uns so vielseitig ist. Auch wenn jemand Auslandserfahrung sammeln möchte: Das geht erst im 3. Ausbildungsjahr.
Die Berufsschule ist in Einbeck, Niedersachsen, also an unserem Hauptstandort. Hier ist die Bundesfachklasse, das bedeutet, dass es die einzige Schule in der Bundesrepublik ist: Alle Pflanzentechnologie-Auszubildenden aller Betriebe aus allen Bundesländern treffen sich für die jeweils etwa 4-wöchigen Schulblöcke (11 Wochen verteilt auf 3 Schulblöcke pro Jahr) in Einbeck!
Der Großteil des Lernens erfolgt durch praktische Mitarbeit in Ausbildungsabteilungen. Dort wird man schrittweise an immer selbstständigeres Arbeiten herangeführt. Nicht nur der Jahreslauf garantiert Abwechslung, sondern auch die Wechsel in andere Abteilungen oder Arbeitsgruppen.
Darüber hinaus gibt es Schulungen – mit praktischen und mit theoretischen Inhalten - für jeweils alle Auszubildenden eines Jahrgangs. Damit möchten wir sicherstellen, dass wichtige Inhalte für alle vertieft werden und dass alle Auszubildenen einen Einblick in alle Einsatzgebiete bekommen und / oder auf ihre nächste Abteilung vorbereitet werden.
Ja! Im 3. Lehrjahr bieten wir allen Auszubilden an, sich für einen 6-wöchigen Aufenthalt auf einer unserer Stationen im Ausland zu bewerben. Aktuell bieten wir das in Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Italien an. Dort arbeiten die Auszubildenen in den praktischen Abläufen mit, an anderen Kulturarten oder unter anderen Gegebenheiten - und können sich in einem anderen Sprachumfeld ausprobieren.
Im 2. Ausbildungsjahr findet eine Zwischenprüfung statt. Man muss eine Arbeitsprobe im Bereich Pflanzenvermehrung durchführen und eine Klausur im Bereich Pflanzenbau / Pflanzenkultur schreiben.
Am Ende des 3. Ausbildungsjahres findet die Abschlussprüfung statt. Für die Arbeitsaufgaben und das Fachgespräch darüber wählt man 2 der Einsatzgebiete aus.
Genaueres steht in der Verordnung: PflanzTechnAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Pflanzentechnologen und zur Pflanzentechnologin*
Zukunft:
KWS bildet vor allem eigenen Nachwuchs aus und bietet eine langfristige Perspektive. 10 Jahre nach Ausbildungsende sind weiterhin über 60 % eines Jahrgangs bei KWS beschäftigt, meistens als Technische Assistent:in oder Techniker:in. Mit zunehmender Erfahrung kann man weitere Verantwortung übernehmen, oft in Richtung Teamleitung oder für Ausbildung.
Manche ehemaligen Auszubildenden kommen nach einem Studium zurück zu KWS.
Da die Ausbildung von KWS einen guten Ruf hat, kann man sich mit guten Chancen in der gesamten Branche Pflanzenzüchtung, Feldversuchswesen, Untersuchungslabore bewerben – auch auf Stellen, die für verwandte Berufe ausgeschrieben sind.
Ja klar! Neben „learning on the job” kann man sich auch formal weiterbilden:
Pflanzentechnologiemeister: Diese Weiterbildung ist passend für den Beruf und die Anforderungen der Branche entwickelt. KWS wirkt aktiv bei den Lehrinhalten mit und unterstützt Kursteilnehmer:innen. Pflanzentechnologiemeister/in: Die Pflanzenzüchter
Studium:
Wer bisher keine Hochschulzugangsberechtigung hatte, kann über einen guten Ausbildungsabschluss mindestens eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung erlangen.
Wenn man sich für ein Vollzeitstudium entscheidet, kann man über Ferienjob oder gemeinsame Bachelor- oder Masterarbeit den Kontakt halten.
In den letzten Jahren sind auch nebenberufliche Studiengänge (z.B. Bachelor Pflanzentechnologie, Bachelor Agrarmanagement, Bachelor Biologie) entstanden, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben.
Auf jeden Fall! Die Herausforderungen für Landwirtschaft werden gerade durch den Klimawandel immer größer – und der Beitrag der Züchter in Form von besseren Sorten wird immer wichtiger. Saatgut wird jedes Jahr benötigt. Pflanzentechnologen arbeiten ganz vornedran mit an den Lösungen für die Zukunft.
Ausbildung Success Stories - Sören
Doch nicht das Richtige? Dann schau Dich weiter um:
Agrartechnische Berufe
Du interessierst Dich für Biologie, Biotechnologie und Umwelt? Diese Berufe bieten Dir vielseitige Aufgaben von der Forschung bis zur Praxis. Du verbringst viel Zeit im Gewächshaus, auf Feldern oder im Labor.
Kaufmännische Berufe
Bei diesen Jobs hast viel mit Menschen zu tun und bist ein wichtiger Ansprechpartner. Über unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich Dir vielseitige Perspektiven für Deine Zukunft.
Gewerblich-technische Berufe
Die richtige Wahl, wenn Du Dich für Maschinen und Technik interessierst. Hier kannst Du am Schreibtisch tüfteln, planen und konstruieren und dann geht es vor allem darum, anzupacken und etwas zum Laufen zu bringen.
Duales Studium
Du willst studieren und dabei ist Dir der Bezug zur Praxis besonders wichtig? Genau den bietet Dir ein duales Studium. Durch die Nähe zum Unternehmen hast Du nach dem Abschluss gute Übernahmechancen.
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