Zwischenfrüchte als Stickstoffquelle

Stickstoff als Motor des Pflanzenwachstums wird in der Regel durch Dünger zugeführt. Steigende Preise und politische Vorgaben stellen Landwirte vor die Herausforderung, kosteneffiziente und nachhaltige Quellen für die Stickstoffzufuhr zu nutzen. Der Anbau von leguminosenhaltigen Zwischenfrucht-Mischungen ist dabei ein wichtiger Lösungsansatz.

Zwischenfrüchte binden Stickstoff aus dem Boden und machen ihn somit für die Nachfolgekulturen verfügbar. Leguminosen als Bestandteil vieler Zwischenfrucht-Mischungen können mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff zusätzlich aus der Luft nutzen. So wird nicht nur die Zwischenfrucht ernährt, sondern es findet auch ein Transfer in die Folgekultur statt. „Die Preise für Stickstoffdünger sind in kürzester Zeit erheblich gestiegen und es ist auch nicht zu erwarten, dass sich diese Entwicklung grundlegend ändern wird“, berichtet Markus Molthan, der bei KWS die Zwischenfrüchte verantwortet. „Unsere Zwischenfrucht-Mischungen sind daher ein wichtiger Beitrag, um nachhaltig und kostensparend signifikante Mengen an Stickstoff zu produzieren. 50-100 kg N zusätzlich pro Hektar sind dabei durchaus realistisch.“

Bereits seit vielen Jahren züchtet, produziert und vertreibt KWS weltweit Zwischenfrüchte und Zwischenfrucht-Mischungen und greift dabei auf langjährige Erfahrungen und Know-how zurück. Mit dem Fit4NEXT Zwischenfrucht-Mischungsprogramm bietet KWS die passende Mischung für jede gängige Getreidefruchtfolge mit Zuckerrüben, Mais, Raps, Leguminosen und Kartoffeln an. „Hauptziele bei allen Zwischenfrucht-Mischungen sind eine zügige Bodenbedeckung zum Erosionsschutz und zur Unkrautunterdrückung, eine gute Durchwurzelung sowie ein langes vegetatives Wachstum zur Vermeidung von Samenbildung. Dort, wo gewünscht, ist auch ein sicheres Abfrierverhalten wichtig“, erklärt Markus Molthan. Alle diese Eigenschaften werden vielfach unter verschiedenen Bedingungen im Feld getestet.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt für den Anbau von Zwischenfrüchten ist die CO2 Bindung. Je mehr Trockenmasse ein Zwischenfruchtbestand bildet, desto mehr Kohlenstoff kann gebunden werden und dadurch erhöht sich auch das Potenzial der Humusanreicherung. Dies hat positive Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit. Markus Molthan unterstreicht abschließend: „Der Zwischenfruchtanbau in Anbaupausen bringt viele positive Effekte für Fruchtfolge, Boden und Klima und steht außer Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung. Damit sind Zwischenfrucht-Mischungen ein wichtiger Baustein für eine nachhaltigere und zukunftsorientierte, erfolgreiche Landwirtschaft.“

Zwischenfrucht-Mischungen: Natürliche Stickstofffabriken und -depots

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