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    Erfahrungsbericht von Landwirt Klaus Schröder

170 Milchkühe und KWS Feedbeet – eine Erfolgsgeschichte

Seit 2014 füttert Klaus Schröder seine Kühe mit KWS Feedbeet und hat die Rübenration für seine Kühe seitdem kontinuierlich gesteigert – 12 kg sind es in der Spitze. Wie sich die Qualität seiner Milch dadurch verbessert hat, können Sie im Betriebsspiegel nachlesen.

Die Fütterung von KWS Feedbeet startete 2014 nachdem Herr Schröder gehört hatte, dass in Dänemark bereits seit vielen Jahren Zuckerrüben verfüttert werden. „Was die Dänen können, das können wir doch auch.“ waren seine Worte und los ging es. Begonnen wurde mit 4 kg silierten Rüben / Kuh, die, um Selektionen zu vermeiden, geschnitzelt mit in den Futtermischwagen gegeben wurden. Die Rüben stammten aus der Ganzrübensilage für die Biogasanlage und waren somit schnell verfügbar. Die Effekte ließen nicht lange auf sich warten. Selbst bei der noch geringen Rübenmenge sind Milchfett (im Durchschnitt um 0,2 % Punkte) und Milcheiweiß (im Durchschnitt um 0,3 % Punkte) deutlich angestiegen. Etwas mutiger geworden, steigerte Klaus Schröder die Menge dann bis auf 6 kg frische Rüben. Höher traute man sich jedoch zunächst nicht.

Dann kam die Exkursion nach Dänemark…

Im Sommer 2015 fuhr Klaus Schröder zusammen mit anderen Landwirten zu einer Exkursion mit KWS nach Dänemark. Im Rahmen der Tour wurden verschiedene Betriebe besichtigt, die teilweise bis zu 24 kg frische Rüben fütterten. Zudem wurde deutlich, dass jeder Betrieb eine andere Variante beim Füttern und Silieren anwandte – die Standardlösung gab es auch dort nicht. Klaus Schröder war von dem Erlebten sehr beeindruckt: „Die haben dort mehr als einen Eimer Zucker pro Tier und Tag gefüttert! Wirklich erstaunlich!!“

Zu Hause angekommen, wollte es Klaus Schröder jetzt auch wissen und steigerte seinen Rübenanteil in der Ration auf 12 kg Frischmasse/Kuh. Auch dies hat bei der Fütterung ohne Probleme geklappt. Eine weitere Steigerung der Rübenmenge ist derzeit zwar gewünscht, jedoch muss hier auf die Laufbereitschaft der Kühe zum Melkroboter geachtet werden. Eine vorsichtige Anpassung der Energiedichte in der Grundration ist wichtig, da die Roboterakzeptanz abnimmt, wenn die Mischung zu fett wird. Dies ist abhängig von der Gesamtleistung und soll weiter beobachtet werden.

Futterration von Klaus Schröder, Niedersachsen, kg Frischmasse/Kuh/Tag

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Besonderheiten der Rübe

Eine Besonderheit für Klaus Schröder bei der Rübe ist der Erntezeitpunkt. Hier ist es entscheidend so spät wie möglich zu roden um den maximalen Ertrag zu generieren. Daher gefällt ihm die Einsilierung mit Grassilage zu einem späteren Zeitpunkt sehr gut.
Um den Erdanhang macht er sich keine Sorgen. Wichtig ist, dass die Rüben möglichst unter trockenen Bedingungen gerodet werden und anschließend noch eine gute Woche am Feldrand in der Miete lagern. So trocknet die Rübe ab und eventuell anhaftende Erde kann bei der anschließenden Verladung durch Verlademaus oder Verladebänder abplatzen. Der Erdanteil nach der Verladung beträgt bei den Rüben von Herrn Schröder noch etwa 0,5%.

Wichtig ist sich vor dem Rübeneinsatz Gedanken über die richtige Entsteinung zu machen. Bei wenig Steinen reicht eine Schnitzelschaufel, bei vielen Steinen muss man auf andere sich bereits auf dem Markt befindende Geräten ausweichen.

Betriebsspiegel von Klaus Schröder

Lage Niedersachsen, Deutschland
Betriebsgröße 310 ha
Kulturen 70 ha Grünland, 240 ha Ackerland (davon 35 ha KWS Feedbeet)
KWS Feedbeet Anbau seit 2014
Viehbestand 170 Milchkühe
Rasse Holstein-Friesian
Ø Milchleistung/Kuh/Jahr 10.300 kg
Ø Milchfettgehalt 4,3 %
Ø Milchproteingehalt 3,6 %

Ganzjahresversorgung durch die Einsilierung mit Grassilage

Um über das ganze Jahr die Rüben mit gleichbleibender Qualität zu füttern, entschloss sich Klaus Schröder im November die Rüben zusammen mit Grassilage und Trockenschnitzeln einzusilieren. Hierfür wurden die Rüben mit einer Schnitzelschaufel zerkleinert und anschließend mit Grassilage (3. Schnitt) und Trockenschnitzeln im Futtermischwagen gemischt. Das Ganze im Silo hochgeschoben und zugedeckt, fertig war das Futter für die gesamte Saison. Im Silo selbst hat Klaus Schröder zwei verschiedene Mischungsverhältnisse angelegt. Die vordere Mischung enthält 68 % Rüben, 7 % Grassilage und 25 % Trockenschnitzel (Anteile beziehen sich auf Frischmassegewichte). Weiter hinten im Silo beträgt die Mischung 64 % Rübe, 20 % Gras und 16 % Trockenschnitzel.

Rundum positive Erfahrungen

  • hohe Trockenmasseerträge
  • gutes und ertragreiches Futtermittel
  • Verbesserung der Milchqualität, Michfett und Milcheiweiß
  • Rübenmischsilage für die Ganzjahresversorgung
  • Erweiterung der Fruchtfolge (Stichwort Greening)