Schadbild - Getreidelaufkäfer

Der Getreidelaufkäfer (Zabrus tenebriodides) verursacht als Larve die meisten Schäden. Als Pflanzenfresser bevorzugt er vor allem die Winterformen der Getreidearten sowie viele andere Gräserarten.
Erfahren Sie mehr über die Faktoren, die den Laufkäferbefall begünstigen und mögliche Bekämpfungsmaßnahmen.

Befallsfördernde Faktoren

Auftreten

Der Getreidelaufkäferlarven kommt regionale immer wieder in engen Getreidefruchtfolgen vor. Das Larvenpotential wird als mittel bis hoch eingeschätzt, wenn die Getreidelaufkäfer im Frühjahr sehr gute Entwicklungsbedingungen vorfinden.

Umwelt

Erhöhte Bodentemperaturen in Verbindung mit einer geringen Bodenfeuchtigkeit und einer verspäteten Stoppelbearbeitung begünstigen die Entwicklung der Larven.

Schadbild

Zerkaute und ausgefranste Getreideblätter (siehe Bilder), die in tiefe Erdröhren hineingezogen werden, gehören zum Schadbild. Besonders auf schweren Böden sind die angefressenen Blätter zu finden.
Der Befall geht in der Regel vom Wegrand oder von Nachbarfeld ohne Bewuchs aus. Oder er ist bei Wintergetreidevorfrucht gleichmäßig über das Feld verteilt.

Ackerbau

Frühsaaten nach der Vorfrucht Getreide sind besonders gefährdet.

Befall erkennen - Getreidelaufkäferlarven

Maßnahmen gegen den Befall - Getreidelaufkäfer

Vorbeugende Maßahmen zur Verminderung des Larvenbesatzes

  • Fruchtfolge weiten – kein Wintergetreide nachbauen
  • Zügige Stoppelbearbeitung
  • Mehrfach grubbern

Getreidelaufkäfer-Larven chemisch bekämpfen

Der Bekämpfungsrichtwert liegt im Herbst bei drei bis sieben geschädigten Trieben/m². Die Anwendung von lambda-Cyhalothrin hat sich bei Überschreitung des Bekämpfungsrichtwertes bewährt. Das Insektizid muss eine Indikation für beißende Insekten haben.

Um einen möglichst effizienten Behandlungserfolg zu haben, sollten Sie folgende Dinge beachten:

- Die Wasseraufwandmenge sollte mindestens 300 l/ha betragen.

- Die Anwendung sollte in der Dämmerung oder in der Nacht erfolgen, da die Larven im Schutz der Dämmerung fressen und nur dann aus Ihren Erdröhren kommen.

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