Schadbild - Rapsglanzkäfer

Leichter Befall mit dem Rapsglanzkäfer ist für einen guten Rapsbestand unbedenklich. Bei einem schwachen Bestand sind die Bekämpfungsrichtwerte niedriger.

Befall erkennen - Rapsglanzkäfer

Der Rapsglanzkäfer ist oval geformt, etwa 1,5 – 2,5 Millimeter lang und hat einen schwarz glänzenden Rücken. Der Rapsglanzkäfer ernährt sich fast ausschließlich von Blütenstaub (Pollen). Deshalb findet man ihn an den Knospen der Pflanze. Während des Knospenstadiums frisst er sich durch die Kelch- und Blütenblätter, um an den Pollen in den Knospen zu gelangen. Dabei werden durch das Zerfressen des Fruchtknotens speziell kleinere Knospen zerstört. An den Knospen sind zunächst nur die Fraßlöcher zu sehen. Im weiteren Verlauf vergilben sie, trocknen ein und fallen ab. Größere Knospen überstehen den Fraß zum Teil ohne Schaden, da der Rapsglanzkäfer in den Knospen ohne Zerfressen des Fruchtknotens an den Pollen gelangt.

Zeiträume für den Befall - Rapsglanzkäfer

Der Raps ist zwischen März und Mai vom Rapsglanzkäfer-Befall bedroht. Hoher Befall kann in dieser Zeit erheblichen Schaden verursachen und muss genau überwacht werden. Ab einer Temperatur von 9 bis 11 °C (Hauptzuflug 15 °C) verlassen die Käfer ihre Winterquartiere und besiedeln die Rapsbestände. Der Beginn des Zuflugs sollte mit Hilfe von Gelbschalen kontrolliert werden. Zur Erkennung des Befalls sollte der Knospenstand des Haupttriebes ab Beginn des Knospenstadiums (BBCH 50) überwacht werden. Zur Bestimmung des Befalls werden die Käfer pro Haupttrieb ausgezählt. Das kann durch Abklopfen der Haupttriebe in eine helle Schale erfolgen. Für aussagekräftige Ergebnisse sollten die Kontrollen vormittags, aber erst nach dem Abtrocknen der Pflanzen durchgeführt werden. Anhand der festgestellten Werte, kann entschieden werden ob eine Bekämpfung notwendig ist. Bei guten Beständen liegt der Bekämpfungsrichtwert höher als bei geschwächten Beständen. Bis zum Stadium 55 gilt ein Befall von bis zu acht Käfern, bei guten Beständen, als unbedenklich. Danach steigt der Bekämpfungsrichtwert in guten Beständen, bis zum Blühbeginn, auf zehn Käfer pro Haupttrieb. Schwache Bestände sind anfälliger: Bis Stadium 55 liegt der Bekämpfungsrichtwert bei vier Käfern pro Haupttrieb, danach bis zum Beginn der Blüte bei fünf Käfern. Ab Beginn der Blüte geht das Schadpotential deutlich zurück. Die Bekämpfungsrichtwerte sind über Jahre in Exaktversuchen bestätigt worden und verlässlich.

Auslöser und Gründe für den Befall - Rapsglanzkäfer

Pflanzenanbau

Geringen Befall können gute Rapsbestände in der Regel problemlos verkraften. Das heißt, dass der Rapsanbauer alles daransetzen sollte, kräftige und vitale Bestände zu haben. Sind Bestände durch Krankheiten, andere Schädlinge oder durch Witterungseinflüsse bereits geschwächt, gilt es sich an den Werten für „schwache Bestände“ zu orientieren.

Wetter

Die Rapsglanzkäfer Verlassen ihr Winterquartier ab einer Temperatur von 9 bis 11°C und besiedeln die Bestände. Der Hauptzuflug findet ab 15°C statt. Kommt es während des Zufluges zu Abkühlungen, geht auch die Aktivität der Käfer zurück.

Maßnahmen gegen den Befall - Rapsglanzkäfer

Chemische Maßnahmen

Bei Überschreiten der Bekämpfungsrichtwerte sollte eine Bekämpfung mit einem zugelassenen Insektizid erfolgen. Hierbei ist zur Resistenzvorbeugung auf einen möglichen Wirkstoffwechsel zu achten. Bei der Insektizid-Auswahl müssen die Hinweise des amtlichen Dienstes und der Hersteller der Präparate beachtet werden.

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