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  • RübeForFuture
    #RübeForFuture

Zucker wird aus einem heimischen Produkt gewonnen – der Zuckerrübe.

Seit über 200 Jahren werden in Deutschland von den Landwirten Zuckerrüben angebaut. Die Rübe liefert die Grundlage für das süße Produkt – unseren heimischen Zucker. Zu Beginn einer erfolgreichen Zuckerproduktion steht die Züchtung der Zuckerrüben. Tag für Tag arbeitet die Züchtung an neuen leistungsstarken Zuckerrüben. Die Rüben sollen möglichst hohe Zuckergehalte und -erträge aufweisen und an pflanzenbaulichen Herausforderungen optimal angepasst sein. Durch langjährige Züchtungsarbeit werden mit viel Leidenschaft und Erfahrung neue Zuckerrübensorten entwickelt. Die Züchtung liefert den Landwirten in Ihrer Region hochwertiges Saatgut für ertragreiche und gesunde Pflanzen. Zusammen mit den Beratern vor Ort entwickeln die Landwirte Strategien für einen nachhaltigen und innovativen Zuckerrübenanbau.

Die Zuckerrübe ist für den ländlichen Raum von enormer Bedeutung – für landwirtschaftliche Betriebe, Beschäftige in der Züchtung und in den Zuckerfabriken. Der Zuckersektor ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und schafft zahlreiche Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Rund 26.000 landwirtschaftliche Betriebe bauen in Deutschland Zuckerrüben an auf einer Fläche von 414.300 ha (Quelle: Statistisches Bundesamt). Über 5.000 Menschen sind in der Zuckerindustrie beschäftigt - darüber hinaus noch weitere Arbeitnehmer, die indirekt von dieser Branche abhängig sind (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker). 80 % der Wertschöpfung von der Zuckerrübe bleibt in der Region, wo sie angebaut wird.

Alle beteiligten des Zuckersektors stellen die Versorgung für uns Verbraucher mit diesem besonderen und hochwertigen Lebensmittel sicher – aus der Region, für die Region. Der Sektor rund um die Rübe sichert Arbeitsplätze, Einkommen und Existenzen. #RübeForFuture – denn die Rübe produziert Zucker, der heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist – und das direkt vor Ihrer Haustür.

Die Zuckerrübe leistet viel für unsere Umwelt.

Der Anbau von Zuckerrüben ist nicht nur für Landwirte und Beschäftigte in der Zuckerindustrie von wichtiger Bedeutung – er bringt auch viele Umweltleistungen mit sich. Was die Zuckerrübe für die Umwelt tut, möchten wir Ihnen zeigen!

Die Aussaat der Zuckerrübe findet von März bis Mitte April statt, die Ernte erfolgt von Mitte September bis in den November hinein. Für das Wachstum und die Bildung eines hohen Zuckerertrages benötigt die Zuckerrübe eine Vielzahl von Nährstoffen, wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Aufgrund der bis in den Herbst hinein gehende Vegetationsperiode kann die Rübe die Nährstoffe im Boden über einen langen Zeitraum aufnehmen und verwerten. Beispielsweise nimmt sie den im Boden gebundenen Stickstoff bis in den Herbst hinein auf und kann diesen Nährstoff während ihrer Wachstumsphase effizient nutzen.

Des Weiteren entzieht die Zuckerrübe dem Boden mehr Stickstoff als sie über die Düngung zugeführt bekommt. Der Restnitratgehalt im Boden ist somit geringer als bei anderen Kulturarten. Dies hat zur Folge, dass der Gehalt von Nitrat im Grundwasser reduziert wird. Außerdem nimmt die Zuckerrübe Nährstoffe und Wasser auch aus tieferen Bodenschichten auf, was zu einer geringeren Verlagerung der Nährstoffe in das Grundwasser führt. Die Zuckerrübe zählt nämlich zu den „Tiefwurzlern“ - mit ihren Wurzeln kann sie Bodenschichten von bis zu 2,5 m tief durchdringen. Dies hat positive Wirkung auf die Bodenstruktur und letztendlich auch auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Der Anbau von Zuckerrüben trägt somit aktiv zum Boden- und Wasserschutz bei.

Zuckerrüben werden im mehrjährigen Wechsel mit anderen Ackerkulturen angebaut, in der Regel Wintergetreide. Die Zuckerrübe trägt zu einer Erweiterung und Bereicherung der Fruchtfolge bei. Zuckerrüben sind keine Wirtspflanze für in Getreide vorkommende Schädlinge und Krankheiten. Der Befall dieser Erreger ist im Folgejahr geringer. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel in den nachfolgenden Kulturen kann reduziert werden.

Die Rübe ist für den Anbau als Mulchsaat geeignet – das bedeutet, dass Pflanzenreste bei der Aussaat als Mulchschicht an der Bodenoberfläche verbleiben können. Durch dieses Saatverfahren wird die Intensität der Bodenbearbeitung verringert und der Einsatz fossiler Energieträger reduziert. Es ist ein bodenschonendes Saatverfahren, bei dem die Bodenstruktur weitestgehend erhalten bleibt. Durch die Mulchsaat entstehen positive Effekte auf die Entwicklung des Bodenlebens. Bestimmte Zwischenfrüchte sind Mulchsaat-geeignet und lassen sich gut mit dem Anbau von Zuckerrüben kombinieren. Die Zuckerrübe ist eine Sommerung, sie wird im Frühjahr gesät und im Herbst des gleichen Jahres gerodet. Die Fläche zwischen der Getreideernte und dem Anbau der Zuckerrüben kann also optimal für den Anbau von Zwischenfrüchten genutzt werden.

Vor dem Rübenanbau lassen sich Zwischenfrüchte etablieren, die nach der Getreideernte im ausgesät werden und über Winter bis zur Aussaat der Zuckerrüben auf dem Feld verbleiben. Durch die Zwischenfrüchte ist der Boden über Winter bedeckt und somit tragen sie zum Erosionsschutz bei. Sie verbessern die Bodenstruktur und verhindern den Eintrag von Nährstoffen in das Grundwasser. Der Anbau von Zwischenfrüchten fördert das Bodenleben und ist hilfreich für die biologische Bekämpfung von bodenbürtigen Schädlingen, wie zum Beispiel Nematoden.

Die Rübe besteht neben Zucker auch aus anderen Bestandteilen – unter anderem zu 75 % aus Wasser. Dieses Wasser wird während des Produktionsprozesses in der Zuckerfabrik aufgefangen und genutzt. Durch den geringen Bedarf an Frischwasser in der Zuckerproduktion trägt die Rübe zu einer Schonung der Wasserressourcen bei.

Was die Zuckerrübe alles leistet:

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Sauerstoffproduzentin

1 ha Zuckerrüben produziert ca. 3 Mal mehr Sauerstoff als 1 ha unseres heimischen Waldes!

Ertragszuwachs_ruebe-for-future.png

Ertragszuwachs

Die Rübe hat einen Ertragsfortschritt von rund 2 % jährlich. Das bedeutet, auf 1 ha Zuckerrüben werden jedes Jahr rund 2 t mehr Zuckerrüben geerntet. Dieser Ertragsfortschritt ist bei der Zuckerrübe so groß wie bei kaum einer anderen Kulturart und führt zu einer besseren Nutzung der knappen Anbauflächen.

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Regionales Produkt

Fast überall in Deutschland wächst die Zuckerrübe. Regional werden Zucker, Bioethanol, Biogas und weitere Erzeugnisse aus der Zuckerrübe hergestellt. Diese Produkte kommen ohne weite Transportwege zum Verbraucher.

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Heimische Wertschöpfung

Landwirte sind bei vielen Verwendungsmöglichkeiten der Zuckerrübe auch an den weiterverarbeitenden Einrichtungen beteiligt - das heißt sie profitieren nicht nur vom Anbau. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und wird breit verteilt. Am Zuckerrübenanbau hängen viele regionale Arbeitsplätze. Angefangen bei der Züchtung und dem Versuchswesen über die Landwirtschaft bis hin zu Zuckerfabriken oder Biogasanlagen schafft und erhält die Zuckerrübe somit Arbeitsplätze in der Region.

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Multitalent

Zucker aus Rüben wird als Nahrungsmittel oder bei der Herstellung von alternativen Verpackungsmaterialien genutzt. Die Zuckerrübe wird außerdem zur Herstellung von Biokraftstoffen (Bioethanol) und Biogas verwendet. Auch in der Rinderfütterung wird sie als schmackhafte und energiereiche Grundfutterergänzung eingesetzt. Mit der Rübe lässt sich der Kraftfuttereinsatz reduzieren und die Qualität der Milch (Milchfett und -eiweiß) verbessern.

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Resistenz- und Toleranzzüchtung

Seit über 170 Jahren wird durch „Züchtung – made in Germany“ kontinuierlich an der Steigerung des Ertrages und der Qualität sowie der Verbesserung von Krankheits- und Schädlingsresistenzen gearbeitet. Aktuelle leistungsstarke Zuckerrübensorten kombinieren zunehmend mehrere Resistenz- und Toleranzeigenschaften, um sich selbst gegen eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen schützen zu können. Es besteht ein großes Potenzial so den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln langfristig zu verringern.

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Nachhaltiger Rohstoff

Zucker aus heimischen Rüben wird auf den vorhandenen Ackerflächen unter sozialen Bedingungen produziert.

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Die Zuckerrübe wird zu 100 % verwertet.

Das auf dem Feld verbleibende Rübenblatt ist ein hochwertiger organischer Dünger für die Folgefrucht. Bei der Verarbeitung der Rüben entstehen neben Zucker:

  • Rübenschnitzel (Futtermittel)
  • Melasse (Futtermittel + Nährsubstrat)
  • Carbokalk (hochwertiges Düngemittel, um den pH-Wert des Bodens zu regulieren)

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Klimaschutz

Für die mengenmäßig große Bildung von Trockenmasse und Zucker benötigt die Rübe große Mengen an CO2. Analog zur Sauerstoffproduktion bindet die Rübe im Vergleich zum heimischen Wald die etwa 3-fache Menge CO2. Darüber hinaus lassen sich durch die Nutzung von Bio-Ethanol oder Biogas aus Rüben fossile Energieträger einsparen. Somit leistet die Zuckerrübe einen effizienten Beitrag zum Klimaschutz.

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Sommerung

Als Sommerung bietet die Zuckerrübe ideale Voraussetzungen zum Anbau von Zwischenfrüchten. So ist es möglich Nährstoffe in der Fruchtfolge zu binden, die Bodenstruktur zu verbessern oder biologische Schädlingsbekämpfung zu betreiben.

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Blattfrucht

Die Zuckerrübe ist eine Blattfrucht. Bei der Unkrautkontrolle werden andere Wirkstoffklassen als im Getreide angewendet. Auch Infektionszyklen von Schädlingen oder pilzlichen Krankheiten können durch den Anbau einer Blattfrucht unterbrochen werden. Die Zuckerrübe stellt daher einen wichtigen Baustein bei der Kontrolle von Ungräsern, Schädlingen oder pilzlichen Krankheiten dar und ist ein wertvolles Fruchtfolgeglied im integrierten Pflanzenbau.

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Lebensraum Rübenfeld

Mit ihrer langen Vegetationszeit ist die Zuckerrübe ein Rückzugsort für Vögel und viele Kleinsäuger, sobald Getreide und Rapsfelder abgeerntet sind.

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