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    Weizen vs. Roggen

Anstieg der Konsum- und Stickstoffpreise - Welche Kulturart rechnet sich am besten?

Kurzfristige Preissteigerungen oder Preissenkungen sind für die Agrarbranche nichts Neues. Wetterereignisse und die Veränderungen von politischen Rahmenbedingungen sind in der jüngeren Vergangenheit exemplarisch als Hauptgründe zu nennen. Der jüngste Preisanstieg für Konsumgetreide, aber auch für Stickstoffdünger, ist jedoch auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen.

Der nachstehende Vergleich zwischen Hybridroggen und Winterweizen zeigt, dass der Stickstoffbedarf einer Kulturart eine wichtige Stellschraube zur Erlösoptimierung ist. Deutlich wird, dass nicht die Kulturart mit dem höchsten Konsumpreis auch die mit dem höchsten Erlös sein muss.

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Beispielrechnungen

Im folgenden Vergleich von Hybridroggen und Winterweizen wurden die Erträge aus dem LSV-Vergleich der Jahre 2011 bis 2021 betrachtet. Diese Zusammenstellung der Daten über einen Zeitraum von 11 Jahren bildet eine stabile Basis. Hervorzuheben ist, dass dieser LSV-Vergleich eine faire Vergleichbarkeit der Erträge bietet, da die Standortbedingungen für beide Kulturarten gleich sind. Verglichen werden nur die LSV-Sortimente der einzelnen Getreidearten, die auf dem gleichen Standort mit gleicher Vorfrucht und Ackerzahl stehen. Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit und der Niederschläge sind somit ausgeschlossen. Den Erträgen aus dem LSV-Vergleich wurden 15% pauschal abgezogen, damit das Ertragsniveau die Praxiserträge widerspiegelt. Die Einteilung der Standorte nach Bodenpunkten soll es Ihnen ermöglichen, diese Beispielrechnung direkt mit Ihren Gegebenheiten vor Ort zu vergleichen. Zudem wird dieser Beispielrechnung unterstellt, dass die Produktionskosten für beide Kulturarten sich nur im Stickstoffbedarf unterscheiden. Die Konsum- und Stickstoffpreise beruhen ebenso auf Annahmen.

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Roggen vs. Weizen

Der Vergleich macht deutlich, dass die Attraktivität des Roggenanbaus bei abnehmender Bodenpunktzahl zunimmt. Auf trockenen und sandigen Böden bleibt der Roggenanbau alternativlos. Aber auch bei steigender Bodenpunktzahl wird deutlich, dass der Hybridroggen zumindest eine gute, wenn nicht sogar die bessere Alternative zum Winterweizen ist.

Sabrina Heldt
Sabrina Heldt
KWS Produktmanagerin Hybridroggen
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Alle Darstellungen und Aussagen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die dargestellten Daten und Grafiken geben Erkenntnisse wieder, die im Rahmen von Landessortenversuchen, Wertprüfungsversuchen und Eigenversuchen gewonnen wurden. Trotz größter Sorgfalt können wir nicht garantieren, dass diese Ergebnisse unter allen Bedingungen wiederholbar sind; sie können daher nur Entscheidungshilfen für Sie darstellen.