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    Weizenschaubild

Ertragsstark, vielseitig, fortschrittlich

Weizen zeichnet sich durch seine besondere Ertragsstärke, seine Vielseitigkeit und seine Fortschrittlichkeit aus.

Im unten stehenden Weizenschaubild ist erklärt, wie der Winterweizen in Bezug auf die Aspekte Ertragsentwicklung, Züchtungsfortschritt, Rohstoffqualität und Produktivität punkten kann.

Winterweizen ist mit ca. 3 Mio. ha Anbaufläche die wichtigste Getreideart in Deutschland.

Anbauschwerpunkte sind sowohl im Nordosten und verstärkt in der Mitte Deutschlands zu finden. Bei einer langfristigen Betrachtung der Erträge zeigt sich ein deutlicher Anstieg auf ein Niveau von 7,7 t/ha. Das entspricht einer Steigerung um 50 % seit 1980.
Diese enorme Steigerung wurde hervorgerufen durch Innovationen im Pflanzenbau, in der Düngung, im Pflanzenschutz, in der Landtechnik und in der Pflanzenzüchtung. Mögliche Ursachen für das Abflachen der Trendlinie in den letzten Jahren sind engere Fruchtfolgen und die Ausweitung des Weizenanbaus auch auf leichtere Standorte, sowie eine extensivere Bodenbearbeitung, extensiverer Pflanzenschutz und nicht zuletzt die Veränderung des Klimas.

Ein besonderes Kennzeichnen des Weizens sind die vielfältigen Züchtungsziele.

Neben dem Ertrag bzw. den Anbaueigenschaften spielen auch die Krankheitsresistenz und die Qualität eine entscheidende Rolle bei der Züchtung neuer Sorten. So hat es beispielsweise einen deutlichen Züchtungsfortschritt bei den wichtigsten Krankheiten, Septoria, Braunrost, Gelbrost, Mehltau und Fusarium gegeben. Der Anteil gesunder Sorten ist im Vergleich zum Jahr 1995 im Durchschnitt um 23 % gestiegen.
Hinsichtlich der Qualität können heutige Weizensorten ein gutes Backvolumen auch mit geringeren Proteingehalten erreichen. Qualitätsweizen (A-Weizen) ist mit 65 % der Anbaufläche aktuell die dominierende Qualitätsgruppe.
Seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten zeichnen den Weizen aus. 74 % des in Deutschland erzeugten Weizens werden als Nahrungs- oder Futtermittel verwendet, wobei die Tierernährung mit 43 % den größten Anteil ausmacht. In einem internationalen Vergleich der Durchschnittserträge ist Deutschland die produktivste Region.

Hier können Sie unser Weizenschaubild herunterladen:

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Insgesamt wirken sich alle diese Eigenschaften auf eine hohe Leistungsfähigkeit für einen zukunftsfähigen Weizenanbau in Deutschland aus.

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Henning Hansen
Henning Hansen
KWS Produktmanager Weizen und Gerste
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Quellen:

1) Ertragsentwicklung I Winterweizen – Das Getreide Nr. 1 (Landwirtschaftliche Bodennutzung 2010 - 2018, destatis 2018); Weizenanbau deutschlandweit (prozentualer Anteil der Winterweizenfläche am Ackerland, eigene Darstellung nach Agrarstrukturerhebung 2016); Ertragsanstieg über 50 % seit 1980 (eigene Darstellung KWS LOCHOW, 2018, nach Ertragsentwicklung Winterweizen Deutschland 1980 - 2017, ab 1990 einschließlich neuer Bundesländer; nach Statistisches Bundesamt, 2017)

2) Züchtungsfortschritt I Vielfältige Zuchtziele (eigene Darstellung KWS LOCHOW, 2018, Auswahl übergeordneter Zuchtziele); Fortschritt Resistenzzüchtung (eigene Darstellung KWS LOCHOW, 2018, Beschreibende Sortenlisten 1995, 2005, 2018; Anteil resistenter Sorten an den zugelassenen und im Merkmal beschriebenen Sorten, Anfälligkeit APS 4); Beziehung Backvolumen zu Protein (eigene Darstellung KWS LOCHOW, 2018, Entwicklung Kornproteingehalt und Backvolumen an den Neuzulassungen Winterweizen relativ zu den Bezugssorten: Batis bis 2012, Julius ab 2012, dreijährige Mittelwerte, Prüfberichte Bundessortenamt)

3) Rohstoffqualität I Aufbau eines Weizenkorns (eigene Darstellung KWS LOCHOW, 2018), Inhaltsstoffe (www.pflanzenforschung.de, 2018); Qualitätsgruppen: A-Weizen dominiert (Kleffmann Marktforschung 2018, Anteil der Qualitätsgruppen an der Winterweizenanbaufläche 2018); Wichtige Qualitätseigenschaften (Beschreibung laut beschreibender Sortenliste 2018, RMT = Rapid-Mix-Test, Auswahl KWS LOCHOW, 2018)

4) Prouktivität I Verwendung (eigene Darstellung nach Versorgungsbilanz Getreide 2016/2017v; BLE 2018); Von der Aussaat zur Ernte (eigene Berechnung: 7,7 t/ha = 770 g /m². Bei einem Tausendkorngewicht (TKG) von 50 g ergeben sich 15.400 Körner/m², KWS LOCHOW, 2018 und Deutscher Bauernverband Situationsbericht 17/18 ); Produktivität im internationalen Vergleich (FAO; Auswahl der Länder, Mittelwert der Jahre 2012 - 2016, USA/CAN zusammengefasst)