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    Den Farmern ganz nah:
    #ThinkingInGenerations

Farming Insider: Atila, Anastasia und Andrea Sabo, Kroatien

Über die SABO Farm

Die Familie Sabo bewirtschaftet ihren Hof im kroatischen Karanac seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Landwirt Atila Sabo arbeitet mit seinem Bruder, seiner Frau Juliana, den beiden Töchtern Anastasia und Andrea sowie den Schwiegersöhnen auf der Farm.

Farm Fakten

Familienbetrieb, auf dem zwei Generationen gemeinsam arbeiten.

Ort: Karanac, Gespanschaft Osijek-Baranja, Kroatien

Angebaute Kulturen: Mais, Weizen, Sonnenblumen, Raps, Braugerste

Besonderheiten: Die SABO Farm hat eine lange Tradition als Winzerei und genießt über ihren landwirtschaftlichen Sektor hinaus einen guten Ruf als Weingut. Atilas Urgroßvater und Großvater ließen den Weinkeller 1909 errichten. Seitdem wurden die Weinberge rund um den Hof beständig um mehrere Hektar erweitert. Im Jahr 2015 eröffnete die Familie Sabo einen Verkostungsraum, um die Winzerei auch als touristische Attraktion zu vermarkten.

Nur mit einer gewissen Reibung zwischen den Generationen machen wir Fortschritte und erzielen
positive Ergebnisse.
Anastasia, Kroatien

Nachgefragt

Atila, wenn wir uns rund um die SABO Farm umschauen, dann ist der Hof eingerahmt von malerischen Weinreben. In eurer Familie gibt es nicht nur passionierte Landwirte, sondern auch leidenschaftliche Winzer.

Atila: Das stimmt, neben der Landwirtschaft sind wir auch im Weinbau tätig. Meine Vorfahren haben den Weinkeller auf unserem Anwesen im Jahr 1909 gebaut. Wir sind Weinliebhaber, vor allem meine Frau, meine Töchter und ich – und so setzen wir die Winzertradition unserer Familie fort.
Anastasia: Im Moment ist die Pflanzenproduktion unsere Haupttätigkeit, denn davon leben wir. Aber der Weinbau und die Weinherstellung waren innerhalb der Familie schon immer präsent.

Nachdem wir unsere Weinberge in den vergangenen Jahren um mehrere Hektar erweitert haben, wurde die Winzerei zu einer zweiten Domäne für uns.

Die Leidenschaft für den Weinbau wolltest du, Anastasia, auch wissenschaftlich untermauern.

Anastasia: Zuerst hatte ich mich an der Fakultät für Landwirtschaft in Osijek eingeschrieben und meinen Master in Agrarökonomie absolviert. Anschließend habe ich zusätzlich einen Master in Weinbau und Weinbereitung abgeschlossen. Danach bin ich aktiv in den Familienbetrieb eingestiegen.

Der Wandel zu einem Landwirtschaftsbetrieb, der zugleich auch Winzerei ist, unterstreicht die Transformation moderner Höfe, die den Herausforderungen unserer Zeit trotzen. Einen frühen Umbruch hast du, Atila, bereits miterlebt.

Atila: In der Pflanzenproduktion – das sind bei uns Mais, Weizen, Sonnenblumen, Raps, Braugerste sowie zu früheren Zeiten Zuckerrübe – wurden wir bereits dreifach prämiert als bester Hersteller in ganz Kroatien. Und bis heute tut es mir im Herzen weh, dass wir die Zuckerrübe aufgrund finanzieller Gründe aufgeben mussten. Zwei Zuckerfabriken in der Region wurden geschlossen, sodass wir bei der Kultur einen Schlussstrich gezogen haben. Ich hoffe auf ein Comeback, aber das wird sehr schwierig.

Anastasia, es scheint, als trauerst du den alten Zeiten nicht ganz so sehr hinterher wie dein Vater.

Anastasia: Im Gegenteil, ich scherze gerne darüber, dass die Landwirtschaft nicht mehr so aussieht wie vor 50 Jahren. In gewisser Weise diktiert der Markt das Tempo und wir müssen uns dieser Geschwindigkeit anpassen. Wir benötigen beispielsweise moderne Maschinen für eine moderne Landwirtschaft. So meistern wir die Herausforderungen, die jedes Jahr – neben den klimatischen Veränderungen – auf uns zukommen. Dementsprechend abwechslungsreich und anpassungsfähig sieht auch meine Rolle auf dem Hof aus. Ich bin nicht nur im Weinbau und in der Weinherstellung tätig, sondern schreibe auch Geschäftspläne und realisiere touristische Projekte, die im Rahmen unserer Winzerei stattfinden.

Wie gut, dass ihr bei den vielfältigen Projekten in eurem Betrieb auf jede Menge familiäre Unterstützung bauen könnt. Wie gestaltet sich das konkret im Alltag?

Andrea: Wenn wir bei der Weinverkostung Gruppen empfangen, dann kann ich unsere Kinder natürlich nicht mitnehmen. Diesbezüglich sind meine Mutter und mein Mann mir eine große Hilfe. Zwischen meinem Mann und mir ist die Arbeit ganz unterschiedlich aufgeteilt. Er nimmt aktiv an der Landwirtschaft teil, ist für die Mahd zuständig und übernimmt landwirtschaftliche Tätigkeiten. Ich kümmere mich im Büro um die Buchhaltung und um die Besuchergruppen im Weinkeller.

Atila: Mein Bruder und ich vereinbaren praktisch jeden Morgen, bevor wir auf das Feld oder in die Werkstatt gehen, was wir im Laufe des Tages tun wollen, was unsere Pflichten sind. Wir teilen uns also die Arbeit und haben diese Struktur auch so an unsere Kinder weitergegeben.

Generationsübergreifend wird auf der SABO Farm auch gearbeitet. Geht das immer harmonisch zu?

Atila: Reibereien gibt es normalerweise immer mal wieder. Nach 50 Jahren in der Landwirtschaft bin ich aber stolz, sagen zu können: Gott sei Dank hatten wir noch nie einen ernsteren Streit.
Anastasia: Es ist immer eine interessante Geschichte, wenn die jüngere Generation in das Familienunternehmen einsteigt, in dem die ältere Generation schon seit mehreren Jahrzehnten arbeitet. Dann kommen wir jungen Leute frisch vom Studium mit neuen Ideen und wollen die Theorie in die Praxis umsetzen. Natürlich gibt es da Missverständnisse, aber nur mit dieser Spannung, mit einer gewissen Reibung machen wir auch Fortschritte und erzielen positive Ergebnisse. Mittlerweile akzeptieren die Väter längst, dass es hier jetzt Kinder gibt, die Vorschläge und Neuerungen haben. Unsere Ideen werden viel schneller berücksichtigt, als das noch vor 10 Jahren nach dem Studium der Fall war. Die ältere und die jüngere Generation haben gelernt, gut miteinander zu kooperieren.

Wie blickt ihr, Anastasia und Andrea, auf das Vermächtnis, das ihr vielleicht einmal an eure Kinder weitergeben werdet?

Andrea: Bei einem kleinen Jungen in meinem näheren Umfeld habe ich letztens bemerkt: Sein erstes Wort ist Traktor. Er wächst in das landwirtschaftliche Vermächtnis anscheinend jetzt schon hinein. Ich habe bereits Kinder. Ich werde sie nicht aktiv in die Landwirtschaft drängen, aber ich fände es schon schade, wenn sie sich später nicht in dem Bereich wiederfinden. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als wir jünger waren und unsere Eltern mit uns über einen Einstieg in den Familienbetrieb gesprochen haben.

Heute, mit einem gewissen Alter und einer gewissen Lebenserfahrung, kann ich sagen: Du musst nicht immer weiterziehen, denn es gibt keinen zweiten Ort, der wie dein Zuhause ist und an dem du solch einen familiären Zusammenhalt spürst.
Anastasia: Ich bin sehr froh, dass ich mich für diese Richtung im Leben entschieden habe und dass ich die Familientradition meiner Vorfahren fortsetzen werde. Auch ich möchte den Hof eines Tages an meine Kinder weitergeben, damit der Familienbetrieb eine sehr lange Tradition hat.

Jung und alt – gemeinsam voran.

Landwirte haben uns ihre Tore geöffnet, um uns einen Einblick ihren landwirtschaftlichen Alltag zu geben. Ihre Höfe haben alle einen eigenen Charakter – der sich in der Lebensweise, der Philosophie sowie der Form des Ackerbaus und der Viehzucht widerspiegelt. Was sie gemeinsam ausmacht: Der Blick in die Zukunft und der Wunsch, ihre Felder und Höfe an die nächste Generation zu übergeben. Nachhaltig und ertragreich.

Noch mehr Einblicke unserer Farmer

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Van Triest, Niederlande

„Seit 1900 war der Hof hier in Betrieb. Und jetzt sind meine Kinder hier."

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Adem Biçici, Türkei

„Wenn ich mit meinem Enkel aufs Feld gehe, erkenne ich mich in seiner Neugier wieder."

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Ryberg Farm, USA

„Ich glaube, das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, war mir schon immer wichtig.“

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Šandor Sabo Junior, Kroatien

„Egal vor welchen Problemen wir stehen – wir lösen sie gemeinsam. Die Familie bedeutet für mich Zusammenhalt.“

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Atila Sabo, Kroatien

„Jeden Morgen besprechen mein Bruder und ich, was wir im Laufe des Tages tun wollen, was unsere Aufgaben sind. So teilen wir uns die Arbeit und haben diese Struktur so auch an unsere Kinder weitergegeben."

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Carla, Fábio und José Rossato, Brasilien

„Ich bin so stolz darauf, dass meine Familie mit der Landwirtschaft etwas fortführt, das ich bis heute liebe.“

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Dimitar Vukudinov, Bulgarien

„Mit dem eigenen Vater zusammenzuarbeiten bedeutet, dass du stets einen weiseren Mann bei dir hast, der dich unterstützt und zu dem du aufschauen kannst.“

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Heidi Verschelde, Belgien

„Ich denke, die nächste Generation beweist ein gutes Gespür dafür, dass die Natur sehr wichtig ist."

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Rodolfo Cura, Argentinien

„Der größte Wert ist die Möglichkeit, die Tätigkeiten, die ich so leidenschaftlich liebe, mit meinem Vater und meinen Kindern zu teilen."

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Ievhenii Bondarchuk, Ukraine

„Die wichtigsten Eigenschaften, die Eltern an ihre Kinder weitergeben können, sind Liebe zu den Menschen, Respekt und das zu tun, was man liebt."

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Luigi Torri, Italien

„Ich hoffe, dass meine Söhne die Liebe und den Respekt für die Erde und alle Werte, die ich ihnen beigebracht habe, weitergeben werden.“

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Pawel Strzemiecki, Polen

„Diese Liebe zur Landwirtschaft, die landwirtschaftliche Tradition, reicht bei uns seit Generationen zurück."

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Emma F., Großbritannien

„Es wäre toll, wenn eines Tages die sechste oder siebte Generation unserer Familie den Hof betreibt.“

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Peter Carlisle, Großbritannien

„Teamwork ist das A und O. Jeder macht ein bisschen von allem. Wenn wir kein Team wären, wäre unser Betrieb nicht so erfolgreich. “

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Henning & Arne Beecken, Deutschland

„Das Gefühl, die Arbeit auf dem Hof weiterführen zu wollen, ist seit der Kindheit von Tag zu Tag gewachsen.“

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Gürkan İlhan, Türkei

„Menschen, die sich mit Landwirtschaft, Ackerbau, Viehzucht und Land beschäftigen, sammeln jeden Tag gute Erinnerungen.“

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Stephan Jansen, Belgien

„Ich freue mich jeden Tag darauf, aufzuwachen und in der Natur arbeiten zu können.“

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Francis Bapst, Schweiz

„Die wichtigsten Werte sind für mich der Respekt zur Natur, das Verständnis für unsere Konsumenten und die Produktion von Nahrungsmitteln.“

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Riccardo Casarotto, Italien

„Unabhängigkeit ist ein Traum, den wir alle kultivieren und weiterführen sollten. Und Träume sind dafür da, um sie wahr zu machen und voranzukommen.“

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René Vermue, Niederlande

„Teamgeist und Verlässlichkeit ist sowohl in meinem Privatleben, als auch in meinem Geschäftsleben enorm wichtig – ob mit Kollegen, Angestellten oder im Kontakt mit anderen Landwirten.“

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Emanuele Bortoli, Italien

„Zuverlässigkeit und auch Wertschätzung sind die Grundlagen für unser gemeinsames Miteinander. Es sind Werte, die ich schon immer hoch geschätzt habe.“

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Gizem Anar, Türkei

„Der wichtigste Aspekt der Landwirtschaft ist die Verinnerlichung. Und mit Verinnerlichung meine ich, dass man das, was man tut, umarmt.“

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Toni & Daniel Peterhans, Schweiz

„Mit Spirit und Leidenschaft ist man erfolgreich, egal ob in der Landwirtschaft oder in einer Fußballmannschaft.“

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Adrian Knuchel, Schweiz

„Teamgeist bedeutet für mich, dass man sich austauscht, einander ernst nimmt und gegenseitig auf Ideen eingeht.“

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Henrick Dieckmann, Deutschland

„Mir ist es wichtig, nachhaltig und gesund zu produzieren.“